Di, 14. 12. 2021, 14:00 - 15:30, Berlin

Gina Pietsch - Sagen wird man über unsre Tage ...

Ein Abend zum Geburtstag der DDR vor 70 Jahren,
mit Gina Pietsch (voc) und Bardo Henning (p)

„altes Eisen hatten sie und wenig Mut, denn sie hatten wenig Kraft nach ihrer Niederlage ...“ Der Jazzer Uli Gumpert hatte das komponiert, und ich hab es in den frühen Siebzigern gern gesungen. Ich fand auch den Text, den Kuba, eigentlich Kurt Barthel, geschrieben hatte, schön und sehr auf der Seite der Unteren, die sich da mit altem Eisen abschinden mussten. Da heute sehr viel getan wird, um DDR-Bürgern ihre Geschichte, also dieses große Experiment im Sinne der Unteren vergessen zu machen, wird daran erinnert werden. Da wird auch von Niederlagen zu reden sein, auch wenn sie traurig machen. Und von Abhängigkeiten, der DDR von der Sowjetunion, der DDR von der BRD, von EU und RGW, von NATO und Warschauer Pakt. In unserem Abend wird es um Dinge gehen wie das Volkseigentum, darum, wie es erkämpft und verloren wurde. Es wird gehen um die Heimat, die im Lied gern besungen wurde und die heute ein Wort ist, das missbraucht scheint. Antifaschismus, den wir in der DDR-Schule lernten, glücklicherweise verordnet, weil unsere frühen Oberen ihn aus Kzs, Exil und Kriegen mitbrachten, muss verteidigt werden, weil Faschismus noch oder schon wieder in jungen oder alten Köpfen sitzt. Zusammengefasst könnte man sagen, es wird gehen um eine Haltung zu dieser großen „dritten Sache”, wie Brecht es gerne nannte, also dem Kampf gegen eine Gesellschaft der Ausbeutung, für eine sozialistische.

Wo?

Karl-Liebknecht-Haus
Kleine Alexanderstraße 28
0178 Berlin