Di, 27. 07. 2021, 10:00 - 12:00, Berlin

Wie demokratisch ist Amerika unter dem Demokraten Joseph Biden?

Vor einem halben Jahr zog Joseph Biden ins Weiße Haus ein und löste Donald Trump als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ab. Biden und seine Vize-Präsidentin Kamala Harris - die erste Frau in dieser Position - sind zwar weit davon entfernt, eine linke Alternative zum politischen Mainstream darzustellen, aber sie sind dabei, die krudesten Exzesse aus Trumps Amtszeit zurückzunehmen und die Corona-Pandemie, deren unkontrollierte Verbreitung zu Trumps markantesten Hinterlassenschaften gehört, einzudämmen.
Die Erhaltung und Ausweitung der USA-Hegemonie, d.h. die Bereitschaft, die Welt anzuführen, gehören zu den Konstanten amerikanischer Außenpolitik. Dabei sind die außenpolitischen Interessen des militärisch-industriellen Komplexes, der Energieunternehmen, der Technologiegrößen (Amazon, Microsoft, Apple...) und der transnationalen Finanzoligarchie zu bedienen. Gleichzeitig hat die Biden-Administration die unter dem Einfluss der aufkommenden VR China und Russlands entstehenden neuen Strukturen der internationalen Beziehungen zu berücksichtigen.
Die sozialen Missstände haben sich in der Corona-Krise dramatisch verschärft und das Kabinett Biden – eine gängige Mischung aus moderaten Berufspolitikern und wohlhabenden Technokraten aus der Wirtschaft – hat bisher nicht die Art von umfangreichen Reformen in die Wege geleitet, die nötig wären, sie unter Kontrolle zu kriegen. Sieht die US-Linke Wege zu mehr innerem Frieden und besserer Völkerverständigung?

Referent: Loren Balhorn (Redakteur bei Jacobin Magazin und Mit-Herausgeber des Sammelbandes Jacobin: Die Anthologie (Berlin 2018). Aufgewachsen im amerikanischen Mittleren Westen, lebt er z.Zt. in Berlin und schreibt regelmässig über amerikanische und deutsche Politik.

Moderation: Dr. Inge Pardon



Kosten: 2,00 Euro

Anmeldung erforderlich

Wo?

FMP1, Münzenbergsaal
Franz--Mehring-Platz 1
10243 Berlin