Do, 1. 07. 2021, 19:00 - 21:00, Berlin

100 Jahre Kommunistische Partei Chinas: Was bleibt vom sozialistischen Erbe?

Ein kleiner Zirkel von Intellektuellen gründete mit Hilfe der Kommunistischen Internationalen 1921 die Kommunistische Partei Chinas in Shanghai. Heute hat die KPCh mit 91 Millionen mehr Mitglieder als Deutschland BewohnerInnen. Am 1. Juli werden in China große Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Gründung abgehalten. Trotz aller Krisen und Umbrüche nach 1989 konnte sich die KPCh im „Reich der Mitte“ an der Macht halten. Doch was ist heute von den Ansprüchen und Selbstverständnis als einer leninistischen Kader-Partei geblieben? Welche Rolle spielt die KPCh in Politik, Wirtschaft und Universitäten? Wessen Interessen repräsentiert sie? Im Vortrag geht es auch darum, wie unter der Führung von Xi Jinping die Ideologie und Parteigeschichtsschreibung neu formuliert wird. Schon längst geht es dabei nicht mehr nur um China, sondern um Visionen für eine globale Ordnung. Der Vortrag geht nicht zuletzt der Frage nach, was vom sozialistischen Erbe und den revolutionären Traditionen der Partei heute übrig geblieben ist.

Dr. Felix Wemheuer ist Professor für Moderne China-Studien an der Universität zu Köln. Zu seinen Veröffentlichungen gehören A Social History of Maoist China sowie Marktsozialismus: Eine kontroverse Debatte. Pünktlich zum 1.7. erscheint eine überarbeitete und aktualisierte Fassung seiner Biographie von „Mao Zedong“ als ebook bei Rowohlt. Von 2000 bis 2002 studierte Wemheuer am Institut der Geschichte der Kommunistischen Partei Chinas an der Volksuniversität in Peking.



Kosten: 2,00 Euro

Anmeldung erforderlich

Wo?

hofkino.berlin – Freiluftkino im FMP1
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin