Mi, 16. 12. 2020, 18:00, Berlin

Fünf Tage - Fünf Nächte (DEFA/SU 1961, fa, 107 min)

Regie: Lew Arnstam, Heinz Thiel, Anatoli Golowanow, Drehbuch: Leo Arnstam, Wolfgang Ebeling, Kamera: Alexander Schelenkow, Jolanda Tschen, Musik: Dmitri Schostakowitsch
Darsteller: Annekathrin Bürger, Hans-Dieter Knaup, Wsewolod Safanow, Wsewolod Sanajew, Marga Legal, Wilhelm Koch-Hooge, Barbara Dittus, Raimund Schelcher, Ruth Kommerell

Dresden am 8. Mai. In der zerstörten Stadt wird der Maler Paul Naumann von sowjetischen Soldaten aufgefordert, sie zur Gemäldegalerie zu bringen. Hauptmann Leonow hat den Auftrag, die weltberühmten Kunstwerke zu retten. Paul kann angesichts des Zusammenbruchs keinen Elan aufbringen, ebenso wenig die zwischen den Trümmern sitzende Museumsangestellte Luise Rank. Der Einsatz der Soldaten aber aktiviert die beiden, sich an der Suche nach den ausgelagerten Gemälden zu beteiligen. In einem Bergschacht finden sie die Kunstschätze, doch der Zugang ist vermint. Ein Soldat verliert bei der Bergung sein Leben. Spezialisten aus der Sowjetunion beginnen mit der Restauration. Und als Paul seine längst tot geglaubte Freundin Katrin, die in einem KZ war, wiederfindet, wird auch für ihn das Ende zu einem neuen Anfang.

Es war die erste filmische Zusammenarbeit zwischen der DDR und der Sowjetunion. Der sowjetische Regisseur Lew Arnstam hatte 1932 bei seinem Film „Der Gegenplan“ mit Dmitri Schostakowitsch erfolgreich zusammengearbeitet. Nun bat er ihn fast vierzig Jahre später um seine Mitwirkung bei „Fünf Tage – Fünf Nächte“. Um ihn für die Filmmusik zu inspirieren, lud er den Komponisten in die Sächsische Schweiz und nach Dresden ein. Hier schrieb Schostakowitsch sein berühmtes 8. Streichquartett op. 110, aus dem wesentliche Motive in die Filmmusik eingingen.

Gesprächspartnerin: Annekathrin Bürger
Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Wo?

Kino TONI
Antonplatz 1
13086 Berlin