Mo, 9. 12. 2019, 18:00, Berlin

Das Kaninchen bin ich (DEFA 1965/90, s/w, 118 min)

Eine Veranstaltung der Reihe "Berlin im Film"


Regie: Kurt Maetzig; Drehbuch: Christel Gräf nach dem gleichnamigen Roman von Manfred Bieler; Kamera: Erich Gusko; Musik: Gerhard Rosenfeld, Rainer Bredemeyer; Darsteller: Angelika Waller, Alfred Müller, Wolfgang Winkler, Ilse Voigt, Willi Narloch, Irma Münch, Dieter Wien, Rudolf Ullrich, Willi Schrade, Carmen Maja Antoni, Hans Hardt-Hardtloff, Manfred Borgelt

Die elternlose Abiturientin Maria ist 19 Jahre alt und jobbt als Kellnerin. Eigentlich wollte sie Dolmetscherin werden. Weil ihr Bruder Dieter wegen „staatsfeindlicher Hetze“ zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, darf sie nicht studieren. Beim Konzertbesuch lernt sie den gepflegten Mittvierziger Paul Deister (Alfred Müller) kennen und verliebt sich in ihn. Es stellt sich heraus, dass Paul verheiratet ist und als karrieresüchtiger Richter ihren Bruder in einem dubiosen Prozess überaus hart verurteilt hat.

Kurt Maetzigs kritischer Film über die DDR-Justiz stand im Mittelpunkt des berüchtigten 11. Plenums des ZK der SED vom Dezember 1965. Dem Film wurde massiv vorgeworfen, sich gegen den Staat und seine Politik zu richten, dem Klassenfeind in die Hände zu arbeiten und eine feindliche Wirkung zu haben. Der Filme hatte erst am 8. März 1990 in Berlin seine Premiere. „Der Film überzeugt durch ausgezeichnete Darsteller und präzise Dialoge, durch treffenden Humor und klarsichtige Gesellschaftskritik.“ (Lexikon des internationalen Films)

Gesprächspartnerin: Angelika Waller
Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Eintritt: 9 €, ermäßigt: 7 €
Kartenvorbestellungen: 030-92 79 12 00

Wo?

Kino TONI
Antonplatz 1
13086 Berlin