Do, 28. 03. 2019, 17:00 - 19:00, Brandenburg an der Havel

Deutsche Außenpolitik auf Konfrontationskurs?

Die Bilanz der deutschen Außenpolitik seit der deutschen Vereinigung ist zwiespältig. Das Land spielt eine aktive Rolle bei Themen wie Umwelt- und Klimaschutz sowie Stärkung der UNO. Zugleich ist es Vorreiter der Ausweitung der Macht des Westens im Osten Europas und der Verschlechterung der Beziehungen zu Russland. Deutschland kritisiert Trumps Kündigung des Vertrages über die Mittelstreckenraketen, tut in der NATO aber nichts, um dem wirksam entgegenzutreten. Dabei wird behauptet, deutsche Außenpolitik sei „wertegeleitet“, während NATO und EU geopolitische Gegebenheiten sind, die in machtpolitischer Konkurrenz zu Russland und China stehen. Wo Deutschland früher mit dem Säbel rasselte, versucht es im 21. Jahrhundert, seine weltpolitischen Ambitionen unter Wertegerede zu verstecken. Gleichwohl scheinen die deutschen außenpolitischen „Eliten“ wie vor einhundert Jahren wieder von ihren eigenen Ambitionen und den realen Verhältnissen überfordert. Die „deutsche Frage“ ist wieder da. Führt sie erneut in eine europäische Katastrophe?

Vortrag und Diskussion mit Dr. habil. Erhard Crome (Politikwissenschaftler, Historiker, Direktor des WeltTrends-Instituts für Internationale Politik Potsdam; Berlin)

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg / Regionalbüro Brandenburg a.d. Havel

Wo?

Lighthouse
Bahnhofspassage 4
14776 Brandenburg an der Havel