Di, 26. 03. 2019, 19:00 - 21:00, Berlin

Wer schützt die „wehrhafte Demokratie“ vor ihr selbst?

Es scheint klar zu sein: Die "Lehre" aus dem Scheitern der Weimarer Republik ist die "wehrhafte Demokratie" - doch die ist seltsam unwehrhaft gegen AfD & Co. In Vortrag und Diskussion wollen wir zunächst die Geschichte der "wehrhaften Demokratie" rekonstruieren, um dann zu prüfen, ob sie den aktuellen Tendenzen des Rechtsrucks etwas entgegensetzen kann - oder nicht selbst Teil des Problems ist. Diese Frage stellt sich auch angesichts der aktuellen Fälle innerhalb staatlicher Institutionen wie Polizei, Verfassungsschutz oder Bundeswehr (NSU, NSU 2.0, der „Hannibal“-Fall). Kommt die Gefahr nicht bereits von „innen“ - so wie auch der Rechtsruck in der Mitte der Gesellschaft stattfindet?

Referentin: Dr. Sarah Schulz (Politikwissenschaftlerin an der Universität Kassel, gerade erschien von ihr "Die freiheitliche demokratische Grundordnung. Ergebnis und Folgen eines historisch-politischen Prozesses" im Verlag Velbrück Wissenschaft)

Moderation: Doris Liebscher (Juristin, HU Berlin)

Wo?

Helle Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin
Kopenhagener Str. 9
10437 Berlin