Di, 26. 02. 2019, 19:00 - 21:00, Lemgo

Gewerkschafter/innen im NS-Staat – Widerstand und Verfolgung

VERANSTALTUNG IM RAHMEN DER AUSSTELLUNG »VON DER SACHSENBURG NACH SACHSENHAUSEN«

Vortrag von Dr. Stefan Heinz

Am 2. Mai 1933 besetzten die Nationalsozialisten in ganz Deutschland die Einrichtungen der im Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund (ADGB) organisierten Freien Gewerkschaften. Führende Funktionäre kamen in „Schutzhaft“, das Vermögen wurde beschlagnahmt. Nur wenige Monate nach der Zerschlagung der Freien Gewerkschaften beteiligten sich eine Reihe Gewerkschafter/innen am Aufbau von Widerstandsnetzen, die illegale Aktivitäten entfalteten. Kontakte ins Exil und zu internationalen Organisationen unterstreichen die Bedeutung dieser Gewerkschaftsgruppen. Aufgrund ihres Engagements wurden zahlreiche Gewerkschafter/innen inhaftiert, nicht wenige verloren ihr Leben.

Der Vortrag gibt eine Einführung und einen Überblick zur Verfolgung und zum Widerstand aus den Reihen der Gewerkschaften. Es werden illegale Aktivitäten von Gewerkschaftern/innen aus verschiedenen freigewerkschaftlichen Organisierungsbereichen – zum Beispiel Metallarbeitern, Eisenbahnern und Angestellten – vorgestellt. Nicht zuletzt wird über den Widerstand von Kommunisten/innen berichtet, die in der Revolutionären Gewerkschafts-Opposition (RGO) Widerstand leisteten. Am Rande wird auf Aktivitäten von Gewerkschaftsgruppen eingegangen, die das NS-Regime aus dem Exil bekämpften.

Der Referent:
Dr. Stefan Heinz ist Politikwissenschaftler, Lehrbeauftragter und Mitarbeiter der Arbeitsstelle »Nationale und Internationale Gewerkschaftspolitik« am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin. Er forschte unter anderem zu Widerstand und Verfolgung von Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern im NS-Staat.

Wo?

Gartensaal der VHS Lemgo
Breite Straße 10
32657 Lemgo