Di, 19. 02. 2019, 19:30, Düsseldorf

Gruppe Arbeiterfilm: Filme zum Thema Frauenstreik

Dieses Jahr versuchen auch in der BRD Frauen zu einem landesweiten feministischen Streik auf zu rufen (siehe unter anderem den Artikel-> auf der Seite der FAUD). Die Gruppe Arbeiterfilm zeigte aus diesem Anlaß eine Dokumentation zum Frauenstreik in Spanien im März 2018.

„Unser Land ist immer noch sehr machistisch, es gibt viel Gewalt gegen Frauen, die Hausarbeit machen sie ganz allein, sie verdienen weniger Geld und werden bei Kürzungen als erstes entlassen. Wir wollen diese alten Rollenmuster nicht mehr bedienen“, sagt Carlota. Dazu gehört auch der Kampf gegen eine Verschärfung des Abtreibungsrechts, für die Selbstbestimmung über den eigenen Körper. Es ist nicht leicht für die jungen Frauen, sich im konservativen, katholischen Spanien Gehör zu verschaffen und einen modernen Lebensstil durchzusetzen. „Vor allem weil man die Krise genutzt hat, um die Freiheiten und Rechte der Frauen zu beschneiden“, sagt der Soziologe Ernesto Garcia. Doch gerade jetzt sei der Feminismus die lebendigste und zukunftsträchtigste Bewegung in Spanien. Der Film begleitet Sara und Carlota bei ihrem feministischen Engagement und der Organisation des Streiks bis hin zum 8. März. Werden sie durchhalten, können sie es tatsächlich schaffen, Frauen aller Generationen für den Streik zu gewinnen – auch wenn diese damit vielleicht ihren kostbaren Arbeitsplatz aufs Spiel setzen? Gelingt es ihnen, ein nachhaltiges Signal an die konservative Politik zu senden, dass die jungen Frauen ein selbstbestimmtes, modernes Leben wollen? Welche Visionen haben die Spanierinnen der Generation „Jugend ohne Zukunft“? (Text: arte)

Wo?

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