Mo, 11. 03. 2019, 19:00 - 21:00, Berlin

Friedrich Pollock und der Anfang der Kritischen Theorie

Friedrich Pollock (1894–1970) steht als bedeutendster Ökonom des Instituts für Sozialforschung zu Unrecht im Schatten der großen Denker der Kritischen Theorie. Sein Werk hat zwar das Denken Adornos, Horkheimers, Neumanns oder Marcuses in vielerlei Hinsicht mitgeprägt, es harrt aber immer noch der Anerkennung als originärer Beitrag zur »Frankfurter Schule«. Die Edition der auf sechs Bände angelegten Gesammelten Schriften soll Pollock endlich ins Blickfeld all derer rücken, die Kritische Theorie nicht als abgeschlossene Denkschule betrachten, sondern als stets neu an der Gegenwart auszurichtendes kritisches Bewusstsein des falschen Ganzen.

Referent: Philipp Lenhard, Historiker an der Ludwig-Maximilians-Universität München, ist Herausgeber der Gesammelten Schriften und hat soeben auch eine Biographie Friedrich Pollocks fertiggestellt, die im Herbst 2019 im Jüdischen Verlag bei Suhrkamp erscheinen wird.

Moderation: Dr. Frank Engster

Wo?

Helle Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin
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