Mo, 21. 01. 2019, 19:00 - 21:30, Berlin

Gender & Friedenssicherung: Maskulinitäten und Gewalt im Kontext von UN-Friedensmissionen

Fälle von sexueller Gewalt im Kontext von UN-Friedensmissionen haben in den letzten Jahren weltweit für Negativschlagzeilen gesorgt und die Legitimität von UN-Friedenssicherungseinsätzen infrage gestellt. Geschlechterbilder und -beziehungen verändern sich im Zuge von bewaffneten Konflikten und insbesondere militarisierte Männlichkeitsbilder können Gewalt gegen Frauen verstärken. Im Hinblick auf Deutschlands nicht-ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat ab Januar 2019 und einen geplanten UN Resolutionsentwurf zum Thema sexuelle Gewalt in Konflikten fragen wir inwieweit Geschlechterperspektiven in der Arbeit von UN Friedensmissionen berücksichtigt werden?

Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft der Vereinten Nationen e.V. (DGVN) organisieren wir am 21. Januar eine Veranstaltung mit dem Ziel, eine öffentliche Debatte zu diesem Thema anzustoßen. Unterstützt werden wir von Expert*innen aus der Zivilgesellschaft, sowie Soldaten*innen und Wissenschaftler*innen.

An drei Thementischen wollen wir mit euch die Reproduktion von Männerbildern und Maskulinität in der Ausbildung in Armee und Polizei und deren Auswirkungen im Kontext von UN-Friedensmissionen diskutieren. Dazu werden wir Lösungsstrategien zum Gendermainstreaming in der UN und Möglichkeiten der juristischen Strafverfolgung entwickeln und konkrete Appelle an nationale und internationale Entscheidungsträger*innen formulieren.

Wo?

Robert-Havemann-Saal im Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Str.4
10405 Berlin