11.07.2016
Christa Horstmann
Erschienen in: Märkische Linke (LINKE Ostprignitz-Ruppin, Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg)

Mit Ausdauer und Ideen

26 Jahre Freundschaftsgesellschaft Alt Ruppin

Sommerfest 2016 der Freundschaftsgesellschaft Alt Ruppin
Neuruppin

In Wirklichkeit existiert sie ja viel länger. Denn 1990 wurde in Neuruppin ganz kontinuierlich fortgesetzt, was sie als »Gesellschaft für deutsch-sowjetische Freundschaft« schon seit langem praktizierte. Was zu DDR-Zeiten manchmal - leider - recht formal (und langweilig) geworden war, erhielt jetzt, mit den gesellschaftlichen Veränderungen, nicht nur eine neue Bedeutung, einen neuen Inhalt: Setzen wir die deutsch-sowjetische Freundschaft fort? Ist sie uns noch etwas wert? Auch, wenn sie jetzt deutsch-russische Freundschaft heißt, was doch eigentlich unseren Vielvölker-Gedanken nicht so ganz trifft.

Es ist denen, die Mitglied geblieben sind, und auch manchen anderen, denen dieser Inhalt nicht nur ein leeres Wort geblieben war, zu danken, dass die Gruppe ihre Arbeit weiterführte - Barbara Hinz vor allem, den Chuchers aus Alt Ruppin, Menzels, Karl-Heinz Schindler, den Ahlerts, Lotti Hannemann und zahlreichen weiteren.

In der Zusammenkunft der Mitglieder der Freundschaftsgesellschaft, der Basisorganisation Alt Ruppin der LINKEN und deren Gäste am 29. Juni 2016 hat eigentlich keiner an diesen 26. Jahrestag gedacht. Aber schon an der Teilnahme (nicht das erste Mal!) von russischen und ukrainischen Frauen - Natalie aus Russland, Galina und Natalie aus der Ukraine (Nina, ebenfalls aus der Ukraine, fehlte dieses Mal) - war die weiter dauernde praktische Freundschaft in der Stimmung, im Verhalten zueinander, in den Gesprächen, zu spüren.

Lotti Hannemann hatte, wie schon in mehreren Jahren, für jeden Teilnehmer drei hübsche Karten gebastelt (mein Beitrag, sagt sie uns, ich kann ja sonst nichts anderes mehr tun). Nicht wenige von den Frauen hatten einfallsreich Kuchen gebacken, Ortsvorsteherin Heidi Ahlert den Raum und die Tafel festlich geschmückt. Und was zu manchen anderen Veranstaltungen auch nicht so oft vorkommt: es fanden sich mehr Gäste ein als geplant.

Kurze Reden vom Vorsitzenden der Freundschaftsgesellschaft Rudi Menzel, von Barbara Hinz, von Galina, von Karl-Heinz Schindler (der Vorsitzende der Alt Ruppiner Basisgruppe der LINKEN), von Lisa Chucher, von der Bundestagsabgeordneten Kirsten Tackmann, die extra mit dem Kreisvorsitzenden der LINKEN Paul Schmudlach und dem Stadtvorsitzenden Achim Behringer gekommen war. Aber die Gespräche untereinander waren wohl das wichtigste. Und an den Geburtstag von Heidi Ahlert wurde auch gedacht. Besser konnte man wohl den Jahrestag einer Organisation - übrigens der einzigen im Kreis - gar nicht begehen!