11.07.2016
Lea Techert
Erschienen in: Märkische Linke (LINKE Ostprignitz-Ruppin, Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg)

Viel gelernt beim Planspiel

Meine Erfahrungen bei Jugend und Parlament 2016

Kirsten (links) und Lea im Gespräch
Alt Ruppin

Auch ich bin vom 4.-7. Juni 2016 in Berlin gewesen, um bei dem Planspiel Jugend und Parlament, welches jedes Jahr im Reichstagsgebäude stattfindet, teilzunehmen. Von einem freundlichen und hilfsbereiten Besucherdienst bis hin zu interessanten Gesprächen war alles geboten.

Über 300 politikinteressierte Menschen haben sich im Plenarsaal zusammengesetzt, um dann später in einzelne Parteien und Fraktionen »unterteilt« zu werden. Für mich war es interessant, in eine Rolle als Abgeordnete des Bundestages hineinzuschlüpfen, mit fiktivem Lebenslauf und einer fiktiven Partei, welche der SPD angehaucht ist. Dies war eine gute Möglichkeit, die Dinge auch aus einer etwas anderen Perspektive zu betrachten und zu sehen, womit Politiker jeden Tag zu kämpfen haben.

Mit dem Wunsch, politischen Austausch zu fördern und mehr Verständnis für andere Meinungen zu gewinnen, ging ich in dieses Projekt hinein, wobei die Bundestagsabgeordnete Dr. Kirsten Tackmann mich dazu einlud und ich ihr sehr für die Erfahrung danke.

Als es die Möglichkeit gab, mit ihr persönlich ins Gespräch zu kommen, war eine lockere, freundliche Atmosphäre vorhanden. Nach der Vorstellung ihrer Mitarbeiter ging ich in eine echte Arbeitsgruppe zum Thema Ernährung und Landwirtschaft und habe somit den Vergleich zu den gespielten Arbeitsgruppen gehabt. Es hat sich in der Art und Weise nicht viel genommen.

Durch dieses Projekt habe ich mehr Respekt vor Politikern und Mitarbeitern gewonnen, denn innerhalb von vier Tagen vier Gesetzentwürfe zu ändern und zu beschließen, ist nicht einfach und oftmals nervenzerreißend.

Am Ende kann ich sagen, dass die Parteizugehörigkeit eines Jugendlichen nicht immer alles über den Menschen aussagt, denn auch mit Teilnehmern aus dem relativ entgegengesetzten Jugendverband Junge Union habe ich Freundschaft geschlossen.
Dennoch fühle ich mich in der LINKEN schon am wohlsten, werde mich jedoch nicht mehr so sehr auf die Parteizugehörigkeit eines Menschen beziehen.