28.05.2016
Wolfgang Sachse
Erschienen in: Offene Worte (Virtuelle AG Offene Worte, Eberswalde, Brandenburg)

Verkehrsentlastung

LINKE: Ortsumfahrung durch neue B 167 soll Schwerverkehr in Eberswalde reduzieren

Eberswalde/Barnim

Der Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes hat die B167 von der Autobahn A11 im Westen bis nach Bad Freienwalde als Vorhaben mit besonderem Bedarf eingestuft. Das ist für die Stadt Eberswalde erst einmal eine wirklich gute Nachricht, auch wenn der bisherige Verlauf der Planfeststellung keinen Anlass zu überbordendem Optimismus gibt. Die Stadtfraktion der LINKEN hat sich bereits in der vergangenen Wahlperiode für dieses Vorhaben ausgesprochen. Ausschlaggebend dafür waren hauptsächlich zwei Sachverhalte. Zum einen führt diese Straße den überörtlichen Schwerverkehr an Eberswalde und natürlich auch an Finowfurt vorbei. Zum anderen sind die Industrie- und Gewerbeansiedlungen im Norden der Stadt, vor allem entlang der Havel-Oder-Wasserstraße von der Autobahn direkt zu erreichen. Beides wird zur Entlastung der meistbefahrenen Straße in Eberswalde führen und damit auch zur Entlastung der Bürger von Lärm und Feinstaub. Für die weitere Zukunft ergeben sich aus dieser Entlastung auch Möglichkeiten zu positiven Entwicklungen für den Rad- und Fußgängerverkehr entlang der jetzigen B167.
Damit aber nicht zu viele Erwartungen an diese Verkehrslösung gebunden werden, muss gerechterweise gesagt werden, dass sie nicht alle Eberswalder Verkehrsprobleme lösen wird und dass sie kleinteilig auch neue, bisher nicht auftretene Probleme schafft. Beispielsweise kann sie zu neuer Lärmbelastung führen. Auch die Überführung der bisherigen Bundesstraße in kommunale Hand kann den Stadthaushalt belasten. Insgesamt sollten aus unserer Sicht die Vorteile einer Ortsumgehung überwiegen.