27.03.2016
Antifa Jugend Brandneburg
Erschienen in: HavelBrandung (DIE LINKE.Brandenburg an der Havel, Brandenburg an der Havel, Brandenburg)

Fighting for 20 years

Zur antifaschistischen Gedenkdemonstration am 20. Februar

Am 20. Februar, dem 20. Todestag des alternativen Jugendlichen Sven Beuter, zogen 250 bis 300 Antifaschist_innen durch Brandenburg an der Havel. Begleitet wurden die Demonstrierenden, die zu großen Teilen aus Berlin, Potsdam und Burg kamen, von nur wenigen Polizeibediensteten. Diese verhielten sich sehr zurückhaltend und beschränkten sich maßgeblich auf die Regelung des Verkehrs.

Gedenkdemo zum 20 Todestag von Sven Beuter

Durch zahlreiche Redebeiträge diverser antifaschistischer Gruppen wurde auf verschiedene Weise auf das Gedenken an Todesopfer rechter Gewalt eingegangen. Besonders ist der Redebeitrag der Opferperspektive hervorzuheben, der noch einmal deutlich machte, dass Sven Beuter nach
seinem Tod weiter durch lokale Politiker_innen diskriminiert wird, indem sie eine Umbenennung einer Straße oder eines Platzes mit dem Hinweis, dass Beuter ein Punk war, ablehnen. Unsere Meinung: Es geht nicht darum, einen Helden zu ehren, sondern an eine unmenschliche Tat zu erinnern.

Andere Redebeiträge thematisierten die Situation zwischen Dorf- und Stadt-Antifa und erklärten, dass es wichtig sei, Strukturen im flachen Land zu unterstützen.

Bei dieser Gelegenheit wollen wir uns noch einmal bei allen angereisten Gruppen bedanken, die zum Teil weite Wege auf sich genommen hatten, um an der Demonstration teilzunehmen, und die uns schon vorher unterstützt hatten.

Alles in allem war es für uns ein gelungener Tag, auch wenn ein Wermutstropfen bleibt: Die von der lokalen Presse heraufbeschworenen 500
Demonstrant_innen haben wir leider nicht erreicht, unsere eigenen
Erwartungen wurden jedoch, was die Teilnehmenden angeht, mehr als erfüllt. Wir werden uns aber nicht auf dem Erfolg des Tages ausruhen, denn auch in den kommenden Wochen finden zahlreiche rassistische Aufmärsche im Land Brandenburg statt. Wir werden unsere Freund_innen vor Ort unterstützen und rufen zur Teilnahme an den Gegenprotesten auf.