07.05.2014
Karl-Reiner Engels
Erschienen in: Bergische LINKE (Nordrhein-Westfalen)

Unsere Haltung zu dieser Frage: Halten Sie es für verantwortbar, dass die Stadt Wermelskirchen in Zeiten knapper Finanzen hohe Summen investiert in die Umrüstung der Sport- in Rasenplätze?

Karl-Reiner Engels
Wermelskirchen

Die Investitionen der Stadt in die Umrüstung der Sport- in Rasenplätze ist notwendig, um den Vereinen der Stadt optimalere Bedingungen für Ihren Trainings- und Spielbetrieb zur Verfügung zu stellen.

Insbesondere die Jugendarbeit der Vereine muss von der Stadt stärker als bisher gefördert werden, z.B. durch Entlastung von Nutzungsgebühren.

Die notwendige Instandsetzung und Modernisierung der Sportstätten darf allerdings nicht zu Lasten anderer notwendiger Fördermassnahmen und Sozialprogrammen der Stadt realisiert werde, d.h. entsprechend Mittel sind durch Haushaltsumschichtung zu gewinnen.

DIE LINKE weist nicht erst seit heute darauf hin, dass die Kommunen, so auch Wermelskirchen, unterfinanziert sind. Die Forderung mehr Geld für die Kommunen, damit notwendige Investitionen, wie hier beispielhaft in den Sportbereich, nicht zu vergessen auch den Schulsport, ermöglicht werden, bleibt auf der Tagesordnung. Wer da weitere Sparprogramme von den Gemeinden fordert, wie dies andere Parteien rechtspopulistisch tun, nimmt bewusst in Kauf, dass die Teilnahme am gesellschaftlichen 'Leben der Stadt nur noch für begüterte Bürger möglich ist. Um es anders zu Formulieren, die Sparprogramme schaden insbesondre den Familien mit Kindern, den Empfängern von staatlichen sozialen Leistungen und den Menschen im Alter, die mit einer kleinen Rente auskommen müssen. Damit muss Schluss sein. Durch die Erhebung einer Vermögenssteuer, die zur Finanzierung der Stadt- und Gemeindehaushalte auch in Wermelskirchen heran gezogen wird, könnte genügend Mittel für sinnvolle Investitionen im Sozial- und Sportbereich zur Verfügung gestellt werden.