09.05.2016
Reiner Streich
Erschienen in: Märkische Linke (LINKE Ostprignitz-Ruppin, Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg)

Rheinsberger Senioren gut vertreten

Original sozial - Gründung eines Seniorenbeirats für Rheinsberg und seine Ortsteile

Rheinsberg

Es war nicht der direkte Weg, der bis zur Gründung eines Seniorenbeirats in Rheinsberg beschritten wurde, letztlich war er aber dank der Beharrlichkeit aller daran Beteiligten erfolgreich.
Es fing damit an, dass ich (R. Streich) mich in der vergangenen Legislaturperiode im Auftrag meiner Partei als Beratender Bürger im Petitionsausschuss des Kreistages einbringen durfte. Im Gespräch mit dem damaligen Vorsitzenden des Petitionsausschusses, Herrn Dieter Böttcher, der zugleich Seniorenbeauftragter des Landkreises ist, stellte sich heraus, dass Rheinsberg als einzige Stadt im Landkreis über keine Seniorenvertretung verfügt.

Bürgermeister wollte unterstützen

Dies war für mich im März 2013 Anlass, in einem Schreiben an den Bürgermeister, Herrn Rau, die Bildung eines Seniorenbeirats anzuregen. Leider benötigte die Stadtverwaltung bis zum 25.02. 2014 Zeit für die Beantwortung meines Schreibens, da es zugleich auch drei weitere Vorschläge und Hinweise anderer Art enthielt. Positiv aber war, dass Herr Rau sich mit Beginn der neuen Legislaturperiode bei den neu gewählten Stadtverordneten für die Bildung eines Seniorenbeirats/
Seniorenbeauftragten einsetzen wollte. Obwohl ich wiederholt in einschlägigen Gesprächen wegen der Berücksichtigung aller Ortsteile die Bildung eines Seniorenbeirats forderte und begründete, wurde mit §13 der Hauptsatzung vom 14.07.2014 ein auf Vorschlag des Bürgermeisters einzusetzender Seniorenbeauftragter beschlossen.

Engagierter Uwe Witt

Es erfolgte eine öffentliche Ausschreibung dieser Stelle, doch niemand meldete sich innerhalb der Ausschreibungsfrist. Nach erneuter Thematisierung in unserem Regionalverband hat sich unser Stadtverordneter Uwe Witt bereit erklärt, diese Aufgabe zu übernehmen und so wurde er mit Beschluß der Stadtverordnetenversammlung am 25.02. 2015 bestätigt. Sein und unser Ziel aber war es, die Aufgaben des Seniorenbeauftragten durch einen noch zu bildenden Seniorenbeirat zukünftig zu unterstützen und auf viele Schultern zu verteilen.

In unserem Anliegen kam uns der neu gebildete Kreisseniorenbeirat unter Leitung von Frau Sigrid Schumacher und ihrer Stellvertreterin, Frau Hannelore Gußmann, dadurch sehr entgegen, dass sie eine öffentliche Beratung des Kreisseniorenbeirats am 17.03. 2016 im Rheinsberger Haus der Begegnung einberiefen und Herrn Bürgermeister Rau einbezogen. In Vorbereitung auf diese Sitzung des Kreisseniorenbeirats hatten sich außer mir auch Frau Renate Ide aus Flecken Zechlin, die sich seit Jahren für die Senioren im Ort einsetzt, und Herr Hans-Peter Degeroth aus der Kernstadt bereit erklärt, in einem Seniorenbeirat der Stadt mitzuwirken. Herr Rau hatte in der Kreisseniorenbeiratssitzung seine Unterstützung für den zu bildenden Seniorenbeirat der Stadt zum Ausdruck gebracht.

Ortsteile sind gefragt

Unter Leitung des Seniorenbeauftragten Uwe Witt fand deshalb noch vor Ostern die konstituierende Sitzung der oben genannten Gründungsmitglieder statt. Im Ergebnis wurde Herr Hans-Peter Degeroth zum Vorsitzenden, ich zum Stellvertreter und Frau Renate Ide, für den Ortsteil Flecken Zechlin zuständig, in den Seniorenbeirat der Stadt gewählt.

Wir betrachten es als unsere vordringlichste Aufgabe, möglichst aus allen größeren Ortsteilen Mitstreiter für den Seniorenbeirat zu gewinnen. Gleichzeitig wollen wir die Zusammenarbeit mit den im Ort bereits für ältere Bürger tätigen Einrichtungen (AWO, ASB, Volkssolidarität usw.) sowie mit den Organisationen, die ohnehin schon viele Senioren mitbetreuen wie die Freiwilligen Feuerwehren, die Sportvereine, die Heimat- und Kulturvereine usw., aufbauen bzw. intensivieren, um gemeinsam einen Beitrag dafür zu erbringen, dass sich die Seniorinnen und Senioren in unsere Stadt wohlfühlen und sie - wenn notwendig - auch ein forderndes Sprachrohr im Seniorenbeirat haben.