04.02.2016
Wolfgang Kraffczyk
Erschienen in: Offene Worte (Virtuelle AG Offene Worte, Eberswalde, Brandenburg)

Brandenburg - Land zum Leben

Die Barnimer LINKE lud am 8. Januar zum Neujahrsempfang

Eberswalde/Barnim

Unter dem Motto „Brandenburg – Land zum Leben“ stand der Neujahrsempfang der Barnimer LINKEN am 8. Januar. Rund 100 Mitglieder der Partei und Gäste aus Politik, Wirtschaft, gesellschaftlichen Organisationen und Vereinen waren der Einladung ins Eberswalder Paul-Wunderlich-Haus gefolgt, darunter Landrat Bode Ihrke sowie die Bürgermeister aus Bernau, André Stahl, und Panketal, Rainer Fornell.
In seiner Begrüßungsansprache brachte Lutz Kupitz, Vorsitzender der Linksfraktion im Kreistag, seinen Dank für das allseits festzustellende Engagement für die Entwicklung im Land und im Kreis, für die Lösung vielfältiger Probleme zum Ausdruck. Zugleich verwies er auf die Tendenz, auf Herausforderungen „einfache Antworten“ zu suchen, oftmals lediglich über eigene Vorteile nachzudenken oder Ängste und Neid zu schüren (siehe Seitenspalte). Als mögliche Ursachen dafür nannte er große soziale Unterschiede durch eine ungerechte Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums oder auch eine gewisse Ignoranz seitens der Politik. Gemeinsame Aufgabe der demokratischen Kräfte sei es deshalb, einen sachlichen Dialog zu führen, Mehrheiten zu verorten und letztlich Veränderungen im Sinne des Gemeinwohls zu erzielen. Ziel des politischen Handelns müsse es letztlich sein, für alle einen gleichberechtigten Zugang zu Arbeit, Bildung, Kultur und demokratischer Teilhabe zu sichern. Dafür sei DIE LINKE auch 2016 bereit.
Daran knüpfte Ralf
Christoffers, Vorsitzender der Linksfraktion im Landtag, in seiner Neujahrsrede an, als er mit Bezug auf eine ARD-Studie zu Beginn feststellte, dass eine rechtskonservative Grundhaltung zu einem Massenphänomen geworden sei, und das nicht nur in Deutschland. Die Angst vor „Verlust“, vor Veränderungen und sozialem Abstieg treibe die Bürger um und verschaffe der AfD und anderen Kräften Zulauf. Die bevorstehenden Landtagswahlen in mehreren Bundesländern und die Bundestagswahl 2017 würden somit zum Votum über die weiteren sozialen und wirtschaftlichen Inhalte der Politik in Deutschland. Ausführlich ging Christoffers auf die Flüchtlingsproblematik ein (siehe Seite 7) und brachte abschließend die Hoffnung zum Ausdruck, dass es gemeinsam mit dem Koalitionspartner gelingen werde, die gesellschaftlichen Bedingungen für eine gedeihliche soziale und wirtschaftliche Entwicklung des Landes zu sichern und den sozialen Zusammenhalt zu gewährleisten. In diesem Sinne müsse auch die geplante Verwaltungsstrukturreform betrachtet werden.
Die aufgeworfenen Fragen wurden anschließend in kleineren Gesprächsrunden weiter vertieft. Mit Kartoffelsalat und Eberswalder Würstchen konnten sich die Diskutanten stärken.