17.12.2016
Wolfgang Kraffczyk
Erschienen in: Offene Worte (Virtuelle AG Offene Worte, Eberswalde, Brandenburg)

Alltagssorgen verringern

Mitgliederversammlung der Barnimer LINKEN am 14. November

Barnim

Die Mitgliederversammlung der LINKEN am 14. November begann mit einer Schweigeminute für die Opfer der terroristischen Anschläge tags zuvor in Paris. In den nachfolgenden Reden wurden in diesem Zusammenhang Versuche verurteilt, diesen barbarischen Akt mit der Flüchtlingsproblematik zu verknüpfen. Und der letztlich gefasste Beschluss „Ein Land der Solidarität kennt keine Grenzen“ bekannte sich zur solidarischen Pflicht, die menschenwürdige Aufnahme, Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen aktiv zu begleiten.
Kreisvorsitzender Sebastian Walter benannte gleich zu Beginn seiner Rede die Schwerpunkte der LINKEN für die nächste Zeit: Bessere Voraussetzungen zum Lernen in jeder Schule schaffen, einschließlich der Etablierung von Schulsozialarbeitern; Arbeit statt Arbeitslosigkeit unter anderem durch die Gründung von Sozialbetrieben finanzieren; Stärkung kommunaler Unternehmen und Bildung neuer, wie zum Beispiel ein Kreisenergiewerk; die Durchsetzung eines beitragsfreien Kita-Jahres in Brandenburg. Daneben gelte es sich um die Alltagssorgen der Bürgerinnen und Bürger zu kümmern – um Busverbindungen ebenso wie um den Erhalt eines Dorfladens oder die ärztliche Versorgung. Es gehe darum, einen „Barnim für alle“ zu schaffen, in dem jeder gut leben und arbeiten kann. Dafür wolle der Kreisverband mit anderen Akteuren zusammenarbeiten.
Sebastian Walter umriss einen 5-Punkte umfassenden Integrationsplan für Flüchtlinge, der die menschenwürdige Unterbringung der Neubürger, die intensive Sprachförderung, die weiterführende Bildung und Ausbildung, die Arbeitsaufnahme sowie den gegenseitigen Respekt und die Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Kulturen beinhaltet. Die Zuwanderung müsse als Chance für das Land begriffen werden. Walter rief alle Mitglieder dazu auf, sich bei der Betreuung der Neubürger zu beteiligen und zugleich jeglicher Form von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Hetze entgegenzutreten.