08.05.2014
Heike Jacobs
Erschienen in: HavelBrandung (DIE LINKE.Brandenburg an der Havel, Brandenburg an der Havel, Brandenburg)

„Ich bin die Grüne unter den Roten.“

Spitzenkandidatin im Wahlkreis 2

Heike Jacobs

Linke Politik bedeutet für mich aktiven Umweltschutz und Klimapolitik. Nur DIE LINKE verbindet ökologisches, nachhaltiges Wirtschaften mit sozialer Gerechtigkeit. Deshalb habe ich mich als Mitglied der SVV in der vergangenen Wahlperiode verstärkt umweltpolitischen Themen gewidmet. Dabei hat unsere Fraktion neben einem Baummoratorium weitere nennenswerte Ziele erreicht, z.B. die ausschließliche Verwendung von Umweltpapier in der Verwaltung. Das hat mir den Ruf eingebracht, die „grüne Rote“ ;-) zu sein. Zukünftig werde ich diesen Weg weiter gehen.

Grundsätzlich bedarf es einer noch stärkeren Ausrichtung auf kommunale Umweltthemen. Denn schon der durch die Verwaltung installierte Klimabeauftragte wird seinem Namen nicht wirklich gerecht, da er sich primär mit BUGA-Themen beschäftigt. Bis dato wurden keine Analysen oder gar Ziele zur Emissionsreduktion und zum Klimaschutz vorgelegt. Das muss sich ändern! Ich fordere ein Klimaschutzkonzept für unsere Stadt.

Als einen Grundpfeiler grüner Politik betrachte ich den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien. Diese müssen dezentral gewonnen und verbraucht werden. Unsere städtischen Werke sind dabei stärker in die Pflicht zu nehmen.

Auch in unserer Stadt muss es um eine klimagerechte Mobilität gehen, das heißt: Vorfahrt für den ÖPNV, für Fußgänger und Radfahrer. Das bedeutet vor allem: Verkehrsvermeidung durch kurze Wege zu den Dienstleistungs-, Versorgungs- und Kultureinrichtungen sowie den Begegnungsstätten in den Stadt- und Ortsteilen. Es geht also um den Ausbau und die attraktive Gestaltung verkehrssicherer Wegeverbindungen in der Stadt. Dafür die notwendige Akzeptanz bei der Bevölkerung zu erreichen, ist mir ein besonderes Anliegen.

Klimaschutz scheint manchmal mit den denkmalpflegerischen Anforderungen an eine alte, geschichtsträchtige Stadt schwer in Übereinstimmung zu bringen. Zum Beispiel müssen bei der energetischen Sanierung Lösungen gefunden werden, die das historische Stadtbild nicht oder kaum beeinträchtigen. Möglich wäre ein Modellprojekt für ein Testquartier; dafür möchte ich mich einsetzen.

Insgesamt werde ich dafür eintreten, unser Image als klimafreundliche Stadt weiter voran zu treiben. Neben kleinen Schritten in Richtung einer nachhaltig agierenden Stadt werde ich dieses Thema sukzessive in unser Stadtmarketing einbringen. Denn auch überregional zählt Klimaschutz als weicher Standortfaktor, der sowohl touristisch als auch wirtschaftsstrukturell genutzt werden kann.

Wir sitzen alle im selben Boot, das Brandenburg an der Havel heißt. Lasst uns die klimapolitischen Herausforderungen erkennen und die notwendigen Schritte in Angriff nehmen.

Die ganze Ausgabe gibt's hier...

Blick auf die Neustadt