08.05.2014
Dr. Uta Sändig
Erschienen in: HavelBrandung (DIE LINKE.Brandenburg an der Havel, Brandenburg an der Havel, Brandenburg)

Nicht für umsonst, aber mit sozialem Augenmaß

Unser Mann im Rathaus: Dr. Wolfgang Erlebach

Dr. Wolfgang Erlebach

Er sei wohl unter die Masochisten gegangen, wurde Dr. Wolfgang Erlebach gefragt, als er sich in Brandenburg an der Havel um das Amt des Sozialbeigeordneten bewarb.
Der Posten war nach dem überraschenden Wegzug der LINKEN Amtsinhaberin drei Jahre unbesetzt geblieben, die Aufgaben waren mehr schlecht als recht auf umliegende Ressorts verteilt worden, aber mittlerweile war der Entscheidungsstau unübersehbar. Und das
Geld knapp. „Brandenburg ist hoch verschuldet, aber leistet sich einen teuren Beigeordneten“, schimpften SPD und Grüne.
Eine Milchmädchenrechnung.
Ernster zu nehmen waren da schon Töne wie: „So ein Funktionsträger von OB Dietlind Tiemanns (CDU) Gnaden hat doch sowieso nichts zu melden.“ Mittlerweile ist dieser Vorwurf kaum noch zu hören. Denn die Bilanz von Erlebach nach elf Monaten im Amt kann sich sehen
lassen.
Hier nur einige Beispiele:

  • Für das Frauenhaus wurde ein neues Objekt gefunden, der Umbau geht zügig voran. 150 zusätzliche KITA-Plätze wurden geschaffen.
  • Die Sachkostenzuschüsse für KITAs wurden angehoben, ebenso die Leistungen für Pflegefamilien und Pflegekinder.
  • Für den Umbau einer alten Turnhalle zur Skaterhalle wurde Geld locker gemacht.
  • Das Stadtmuseum hat eine neue Museumsleiterin bekommen; die Zeit bis zur Eröffnung der neuen Dauerausstellung wird mit interessanten Sonderausstellungen überbrückt.

Dass Erlebach auch schmerzhafte Entscheidungen zu verantworten hat, z.B. die Erhöhung der Musikschulgebühren, die übrigens lange vor seiner Zeit beschlossen worden ist, lässt sich nicht vermeiden.
Sein Prinzip: „Nicht für umsonst, aber mit sozialem Augenmaß.“