08.12.2015
Thomas Braune
Erschienen in: Marzahn-Hellersdorf links (DIE LINKE. Berlin, Berlin, Berlin)

Zur Person: Konstanze Dobberke

Konstanze Dobberke
Marzahn-Hellersdorf

Konstanze ist 33 Jahre alt und wohnt seit 2009 in Marzahn-Hellersdorf. Sie studiert Geschichte und Biologie auf Lehramt und arbeitet als studentische Beschäftigte bei Wikimedia Deutschland e.V. und nebenbei bei der Fraktion der Piratenpartei in der BVV Marzahn-Hellersdorf. Für die Linksfraktion ist sie Bürgerdeputierte im Ausschuss für Gesundheit, Soziales, Seniorinnen und Senioren und stellvertretende Bürgerdeputierte im Ausschuss für Umwelt, Natur und Lokale Agenda 21. Seit Juni 2015 ist Konstanze Mitglied in der LINKEN.

- Wie bist du zur LINKEN gekommen und warum bist du aus der Piratenpartei ausgetreten?
K.D.: Meine Entscheidung, zur LINKEN zu gehen, habe ich mir lange überlegt. Ausschlaggebend waren am Ende nicht nur die gemeinsamen politischen Ziele, sondern die Menschen in der Partei. Ich habe als Bürgerdeputierte gemeinsam mit der LINKEN viele politische Entscheidung treffen können. Dass ich dabei immer ein offenes Ohr hatte, hat es für mich am Ende leicht gemacht. Meine neue politische Heimat, in der ich mich sehr wohl und willkommen fühle, ist DIE LINKE. Die Piratenpartei ist ein Teil meiner politischen Laufbahn. Dort habe ich viel gelernt und konnte auch vieles ausprobieren. Die Zeit und die Erfahrungen möchte ich nicht missen, aber am Ende gab es zwischen meinen politischen Überzeugungen und der Piratenpartei einfach kaum noch Übereinstimmungen. Ich freue mich auf meine Zukunft bei der LINKEN.

- Verträgt sich denn die Arbeit für die Piratenpartei mit der Mitgliedschaft bei der LINKEN?
K.D.: Die politischen Positionen der Piratenpartei und die der Linke sind inhaltlich sehr eng verknüpft, sodass die Arbeit sich inhaltlich gut verträgt. Beide Fraktionen arbeiten bereits seit Beginn dieser Legislaturperiode eng miteinander zusammen, sodass ich auch viel von der Linksfraktion im Bezirk lernen konnte. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass wir innerhalb der Piratenfraktion mehr als nur Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind, war es für mich eine Selbstverständlichkeit, die Arbeit bei der Fraktion bis zu den Wahlen 2016 fortzuführen. Außerdem bringe ich Dinge gern zu Ende. Bereits vor meinem Eintritt in DIE LINKE habe ich gerade diesen Punkt mit dem Vorsitzenden der Linksfraktion, Bjoern Tielebein, klären können. Nun freue ich mich auf meine Arbeit und meine Zukunft bei der LINKEN.

- Wie engagierst du dich für DIE LINKE?
K.D.: Ich habe die Wahlkampforganisation für den Wahlkreis 5 übernommen und freue mich sehr auf einen spannenden und erfolgreichen Wahlkampf. Sich aktiv in die politische Arbeit einbringen zu können, ist für mich sehr wichtig. Gemeinsam mit Regina Kittler hatte ich bereits die Möglichkeit, ein paar Anfragen zur Lehrerbildung im Berliner Abgeordnetenhaus zu stellen. Gerade als angehende Lehrerin ist der Bereich Bildung für mich ein wichtiges Thema, bei dem ich mich auch weiter einbringen werde. Das Thema Innenpolitik - mein Thema bei der Piratenpartei - werde ich auch versuchen an geeigneten Stellen in der LINKEN fortzuführen.

- Welche Herausforderungen siehst du beim Wahlkampf im Wahlkreis 5?
K.D.: Die größte Herausforderung sind natürlich die politischen Gegner, die dort – im Gegensatz zu anderen Wahlkreisen im Bezirk – relativ stark sind. Ich bin aber der Meinung, dass man auch im Wahlkreis 5 viel erreichen kann. Wir werden einen Wahlkampf für den ganzen Bezirk führen, und gemeinsam starten. Unser gemeinsames Ziel ist es ja, in allen Wahlkreisen das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, um am Ende mit einer starken Linksfraktion nicht nur in der BVV, sondern auch im Abgeordnetenhaus vertreten zu sein. Und dabei ist jeder Wahlkreis wichtig.

- Was hältst du für den kommenden Wahlkampf für unerlässlich?
K.D.: Ein starkes Team und Ideen, mit denen man nicht unbedingt rechnet. Aufzufallen und überraschend zu sein, ist für mich im Wahlkampf enorm wichtig. Der Bezug zu den Kernthemen der LINKEN muss natürlich immer da sein. Ich denke, wir sind in Berlin schon gut aufgestellt.
Das Gespräch führte: Thomas Braune