14.10.2015
Margitta Mächtig
Erschienen in: Offene Worte (Virtuelle AG Offene Worte, Eberswalde, Brandenburg)

25 Jahre Brandenburg

LINKE Werneuchen/Ahrensfelde zum Fest im Landtag

Werneuchen/Barnim

Das war ein Fest, dass manche wohl noch eine Weile stolz machen wird. Tausende Menschen waren gekommen, um sich auch an diesem Tag der offenen Tür den Landtag anzuschauen und beim Fest vor der Tür und im Lustgarten Potsdams mit den Mitgliedern und Mitarbeitern des Landtages und der Landesregierung 25 Jahre Brandenburg zu feiern.
Ich hatte mich bereit erklärt, „Stallwache“ zu schieben, also oben in unserem Flur den Besucherinnen und Besuchern Rede und Antwort zu stehen. Es gab viel Neugier und so auch viele interessante Gespräche. Aber nicht die Politik war es vordergründig, die die Besucherinnen und Besucher interessierte, sondern unsere Arbeitsbedingungen.
Begeistert waren durchweg alle von den verstellbaren Schreibtischen, die im Laufe eines langen Büroarbeitstages verschiedene Haltungen am Schreibtisch ermöglicht. Aber auch wie unsere Drucktechnik funktioniert und wie wir mit dem vielen Papier klar kommen, waren Fragen. Einige waren erstaunt, wie klein die Zimmer sind. Nun ja, ich habe gesagt, dass es doch der Größe eines Zweibettzimmers in einem Krankenhaus entspricht und insofern eben schon wieder Luxus ist. Es ist eben immer eine Sache des Maßstabes.
Einmal habe ich erste Hilfe geleistet, als eine Frau in mein Büro kam und meinte, sie müsse sich erst einmal beruhigen. Nachdem sie sich gesetzt und den Becher Wasser getrunken hatte, erzählte sie mir, dass sie gerade von dem Chef der Grünen kommt (den Namen habe sie gerade nicht parat) und ich solle mir vorstellen, der findet es völlig normal, dass man in Deutschland wieder Atomraketen stationiert und dass er das „Bündnistreue“ nennt. Sie war ziemlich erbost.
Bevor ich nach Hause fuhr, schaute ich noch bei unserem Stand vorbei, wo viele die Möglichkeit nutzten, sich fotografieren zu lassen und unsere Infotütchen griffen, bevor sie weiter schlenderten. Gefreut habe ich mich, Heinz Vietze auf der Bühne zu sehen, jemand hinter mir sagte: „Ach schau mal, der lebt auch noch.“