12.11.2015
Sabine Behrens
Erschienen in: Marzahn-Hellersdorf links (DIE LINKE. Berlin, Berlin, Berlin)

Aus Marzahn-Hellersdorfer Geschichte und Berliner Notizbuch geplaudert

Es ging launig zu beim thematischen Frühstück: Wolfgang Brauer in Aktion ...
Marzahn-Hellersdorf

Unter dem Titel „Marzahner Geschichten von heiter bis ernst“ unterhielt Wolfgang Brauer, Wahlkreisabgeordneter und Vorsitzender des Heimatvereins Marzahn-Hellersdorf e.V., am 1. Oktober Seniorinnen und Senioren in der gut besuchten Heinrich-von-Kleist-Bibliothek in Marzahn-Nord bei einem gemeinsamen Frühstück im Rahmen des Projekts „Gemeinsam statt einsam“. Dieses hat sich mit der Unterstützung von Ehrenamtlichen, Kiek in e.V., Degewo und Bezirks-amt über die Förderzeit aus dem Programm Soziale Stadt gerettet.

Einmal monatlich finden thematische Frühstücksrunden an wechselnden Orten des Stadtteils statt, um diese auch bei den Menschen bekannter zu machen. Jede und Jeder ist willkommen beim Mitmachen oder auch „nur“ Frühstücken.
Unsere Mitglieder Marianne Sanft und Günter Beckert gehören zu den Organisatoren.
Locker und amüsant, nicht ohne gelegentlichen Wink mit dem Zaunpfahl Richtung Politik, klärte Wolfgang Brauer die Anwesenden auf, dass die Marzahner eigentlich Sumpfbewohner sind, Hellersdorf nur ein Schafstall mit ein paar Gehöften war, dass Marzahn eigentlich Kaulsdorf heißen sollte, der damalige Staatsratsvorsitzende Erich Honecker die Arbeiterklasse aber nicht in einem Dorf wohnen lassen konnte, und vieles Interessante mehr war zu erfahren. Vom Schloss Biesdorf, von baulichen und organisatorischen Schulproblemen, über die Historie von Straßennamen und mehr. In den Publikationen des Heimatvereins gibt es mehr zu erfahren.
Dass Wolfgang Brauer eine spitze Feder führen kann, stellte er am 14. Oktober im Berliner Tschechow-Theater unter Beweis. Seit ca. 5 Jahren verfasst er „Berliner Notizen“ zu Begebenheiten und Auffälligkeiten, zu Politik, Geschichte und Kultur, „die es nicht in die Schlagzeilen der großen Zeitungen geschafft haben“. Das ist seine „Therapie für den Alltag“. Da „gießt er den alltäglichen Ärger um“ und lässt eine nicht geringe Leserschar via Internet teilhaben. Nachzulesen unter http://www.wolfgang-brauer.de/publiziert/berliner_notizen/
Eine sichtlich aufmerksame und amüsierte Zuhörerschaft dankte dem Publizisten Brauer für dessen Notizen über die Gemeinsamkeiten von Wasserbetrieben und Geheimdiensten, das Sankt-Florians-Prinzip, die Berliner Straßenbahn, „unser aller Knut“, Geheimnisvolles aus dem Reichstag und mehr.