12.11.2015
Bjoern Tielebein, Vorsitzender der Linksfraktion in der BVV Marzahn-Hellersdorf
Erschienen in: Marzahn-Hellersdorf links (DIE LINKE. Berlin, Berlin, Berlin)

Menschen in Not – wir helfen!

„Marzahn-Hellersdorf für alle“ - unter diesem Leitsatz engagieren sich unsere Bezirkspartei und BVV-Fraktion für einen sozialen und solidarischen Bezirk. Wir verstehen darunter, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger unabhängig von ihrem sozialen Status, ihrer Herkunft, ihrer individuellen Lebensweise und ihrem Alter in Marzahn-Hellersdorf wohlfühlen können, dass in den Stadtteilen Jugendeinrichtungen und soziale Stadtteilzentren, Bibliothken, Galerien, Grünanlagen, Schulen und Kitas für alle Menschen offen sind und sie in allen wichtigen Angelegenheiten mitbestimmen können.

Immer wieder versuchen Anti-Demokraten Menschen in Not gegeneinander auszuspielen. Wohnungslose Menschen gegen Geflüchtete, Sozialleistungsempfangende gegen Menschen mit Niedriglohn-Jobs. Und in der vermeintlichen „Mitte“ der Gesellschaft tauchen immer wieder Ansätze auf, sozial benachteiligte Menschen zu diskreditieren und ihnen das Recht auf gesellschaftliche Teilhabe abzusprechen, da sie angeblich keinen oder nur einen geringen Beitrag leisten würden.
Für uns als DIE LINKE ist klar: Wir streiten für Solidarität zwischen den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen in unserem Bezirk. Menschen in Not – unabhängig von ihrem persönlichen Hintergrund - haben das Recht auf bezahlbaren Wohnraum, auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, auf gute Bildung und erstklassige gesundheitliche Versorgung. Ein Gegeneinander kann und darf es dabei nicht geben. Denn die Ursachen sozialer Benachteiligung und Not liegen nicht in einer angeblichen Bevorzugung anderer prekär lebender Menschen, sondern in der ungleichen Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums.

Die Solidarität vieler Menschen für Geflüchtete ist weiterhin groß. So ist die Idee, die vielen Sachspenden zentral zu sammeln, zu sortieren, zu reinigen und an bedürftige Menschen des ganzen Bezirkes auszugeben, nur folgerichtig. Unsere Sozialstadträtin Dagmar Pohle engagiert sich deshalb gerade für eine zentrale Spendeneinrichtung. Außerdem hat sie sich bei der Umsetzung dieses Projektes besonders dafür eingesetzt, dass es ein Projekt für alle Menschen in Not wird – egal ob wohnungslos oder geflüchtet, Hartz-IV-Empfängerin oder -Empfänger, sozial benachteiligte Rentnerin oder sozial benachteiligter Rentner. Denn linke Solidarität kennt keine Nationalität, Herkunft oder Hautfarbe.