02.11.2015
Christa Horstmann
Erschienen in: Märkische Linke (LINKE Ostprignitz-Ruppin, Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg)

Der Name Rieger bürgt für Qualität

Neuruppin

Mindestens 150 Bücher und Büchlein sind es (sicher noch mehr, er müsste sie erst zählen, sagt Günter Rieger), die er in den vergangenen 25 Jahren erarbeitet und herausgegeben hat. Und das sind nicht »irgendwelche«. Angefangen hat er mit einem kleinen Stadtführer durch die Kreisstadt. Seitdem sind die verschiedensten Schriften von/über Neuruppin, über Rheinsberg, über den Kreis, jetzt auch schon darüber hinaus, dazu gekommen.

Der Verleger Günter Rieger, sesshaft in Karwe, dem bekannten Ortsteil von Neuruppin, hat einen guten Namen hier. Der studierte Kulturwissenschaftler (zu DDR-Zeiten hat er in Botschaften im Ausland gearbeitet), der sich wie viele andere Anfang der 1990er eine andere Arbeit suchen musste, hat mit seinen zahlreichen Veröffentlichungen viel zu Bekanntheit und Ansehen von Neuruppin und dem Kreis beigetragen - nicht nur die Einwohner wissen das. Die Betriebe und Einrichtungen, die gern so etwas als Gastgeschenke vergeben, vor allem auch die vielen Touristen wissen das zu schätzen. Und manche Autoren haben dazu beigetragen. Allein von der ehemaligen Museumsdirektorin Lisa Riedel hat er 7 Bücher über ihre Neuruppiner Forschungen (z.B. über die Kunsthandwerkersiedlung Gildenhall oder über die Ruppiner Bilderbogen) veröffentlicht.

Hervorzuheben ist auch, dass diese vielen kleinen und großen Bücher mit wunderschönen Fotos ausgestattet sind: Günter Rieger ist auch ein ausgezeichneter Fotograf mit Entdeckerblick für die landschaftlichen und architektonischen Schönheiten unserer Region, und er lässt uns so manches neu sehen. Übrigens, bei Neuauflagen erscheint jedes Buch meistens mit neuen Fotos!

Welcher Kreis hat schon einen solchen »eigenen«, eng mit Land und Leuten verbundenen, fachlich versierten Verleger aufzuweisen?