10.06.2015
Lutz Kupitz
Erschienen in: Offene Worte (Virtuelle AG Offene Worte, Eberswalde, Brandenburg)

Ehrenamt für Flüchtlinge

Barnim

Die Fortschreibung der Konzeption zur Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern im Barnim beschloss der Kreistag am 20. Mai. Die LINKE hat dem Konzept zugestimmt.
Wir alle wissen, dass sich das weltweite Flüchtlingsproblem nicht durch Abschottung Europas, nicht durch Militäreinsätze im Mittelmeer und schon gar nicht durch Waffen­ex­porte in Krisengebiete lösen lassen wird. Was wir brauchen, ist die eine Welt, in der nicht die einen auf Kosten der anderen ihre Probleme lösen, sondern gemeinsam gegen Krieg und Gewalt, gegen Hunger und Armut und für gleiche Chancen eingetreten wird.
Bis dahin können wir im Barnim einen Beitrag für eine menschenwürdige Unterbringung und Integration der Flüchtlinge und Asylbewerber leisten. Die Fortschreibung der Unterbringungskonzeption ist ein kleiner Schritt dazu.Die Informationspolitik der Kreisverwaltung hat sich hier verbessert. Es scheint, dass Lehren aus den Auseinandersetzungen um Oderberg gezogen worden sind.
Es bleibt weiter bei der Strategie der dezentralen Unterbringung. Auch Übergangslösungen sind nötig, die aber nicht Massenunterkunft sein dürfen.
Soziale Beratung und Betreuung, Schulbesuch, Spracherwerb, Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur gehören zur Konzeption. Ganz wesentlich ist die Förderung des ehrenamtlichen Engagements. Der Kreistag braucht die kritische Begleitung durch dieses Engagement – um Probleme zu benennen und gemeinsam Lösungen zu finden. Mit dem Kreistagsbeschluss zur Unterstützung der Willkommensinitiativen ist ein erster Schritt getan, dieses Engagement auch finanziell zu unterstützen.
Zwei Aufgaben bleiben: Wir müssen gemeinsam dazu beitragen, dass im Barnim weiter Flüchtlinge willkommen sind und gemeinsam gegen Fremdenfeindlichkeit und dumpfen Nationalismus auftreten.