29.04.2015
Lutz Kupitz
Erschienen in: Offene Worte (Virtuelle AG Offene Worte, Eberswalde, Brandenburg)

Minderjährige Flüchtlinge

Willkommensinitiativen im Barnim

Barnim

Die Barnimer Willkommensinitiativen haben am 19. April eine Erklärung verabschiedet: Flüchtlinge willkommen, keine Massenunterkünfte im Barnim.
Zuvor waren sie bereits Gast einer Kreisstagsfraktionssitzung der LINKEN. Dort wurden auch die von ihnen im Aufruf dargelegten Positionen erörtert.
Grundlegende Übereinstimmung gab es zum Beispiel in den Positionen, dass auch die LINKE eine dezentrale Unterbringung der Betroffenen favorisiert, dass der Prozess der Intergration mit professioneller Beratung und Begleitung erfolgen muss und ehrenamtliche initiativen unterstützt werden müssen. Zu letzterem gibt es den Beschluss des Kreistages, der jetzt durch den Sozialausschuss eine Richtlinie zur Vergabe der Mittel erarbeitet.
Übereinstimmung gab es auch zur Schließung des Standortes Althüttendorf in diesem Jahr. Einig war man sich auch darüber, dass das Unterbringungs- und Betreuungskonzept des Landkreises überarbeitet werden muss. Ein erster Entwurf dazu, an dessen Erarbeitung auch Vertreterinnen und Vertreter von Willkommens­initiativen beteiligt waren, soll jetzt diskutiert werden.
Keine völlige Übereinstimmung in den Positionen gab es zwischen LINKEN und Willkommensinitiativen im Hinblick auf die Einrichtung von Übergangswohnheimen. Zurzeit ist Wohnraum nur beschränkt verfügbar und deshalb müssen Übergangslösungen geschaffen werden, so die LINKE. Hier bedarf es vor allem der stärkeren Unterstützung des Bundes. DIE LINKE will weiter wie bisher nach Lösungen im Sinne der Betroffenen suchen.