29.04.2015
Margot Ziemann
Erschienen in: Offene Worte (Virtuelle AG Offene Worte, Eberswalde, Brandenburg)

Sportstadt Bernau

Bernauer Fraktion der LINKEN diskutierte Ende März mit Sportvereinen

Bernau/Barnim

Zur öffentlichen Fraktionssitzung der Bernauer Linksfraktion Ende März zum Thema „Sportentwicklung und Sportförderung in Bernau” folgten rund 50 Gäste der Einladung in die Vereinsgaststätte des FSV Bernau. „Daran sieht man, Bernau ist selbstverständlich eine Sportstadt“, stellte die Fraktionsvorsitzende Dr. Dagmar Enkelmann zur Begrüßung fest. Sie dankte allen Vereinen, den zahlreichen ehrenamtlichen Trainings- und Übungsleiter/innen für ihre aufopferungsvolle Arbeit vor allem zur Förderung des Kinder- und Jugendsports. Sie legten schließlich auch die Grundlage für den immer erfolgreicher werdenden Leistungssport in Bernau. Beides, Breiten- und Leistungssport, sei wichtig, erklärte Dagmar Enkelmann. In der Sitzung ging es darum, Anregungen zu sammeln, die dann in die Stadtpolitik einfließen sollen. Die Fraktion praktiziert so Bürgerbeteiligung, bevor Beschlüsse gefasst werden.

Christine Poppitz, die Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Jugend, Kultur Soziales und Sport (A4) fasste zusammen: Die Basketballer vom SSV Lok Bernau e.V. kämpfen erfolgreich um den Aufstieg in die zweite Bundesliga; die Standardformation des Tanzclubs Bernau e. V. festigte ihren Klassenerhalt in der 2. Bundesliga; Luise Wittig und Fridolin Vach holten bei der Junioren-Weltmeisterschaft im Ju-Jutsu die Goldmedaille nach Bernau. In den letzten Jahren gab es immer Mehrheiten in der Stadtverordnetenversammlung, Schulsportplätze – neu und modern mit Kunststoffbahnen und Flutlicht – zu gestalten. Die von der Linksfraktion gewünschte bessere Auslastung dieser Plätze auch außerhalb der Schulzeiten und auch für Sporttreibende, die keinem Verein angehörten, sei jedoch noch nicht gelungen, so Poppitz. Es sei der Bau von zwei Kunstrasenplätzen beschlossen und in Schönow vor kurzem mit dem Bau begonnen worden. Der Kunstrasenplatz für Training und Wettkampf in Bernau-Rehberge wird mit der Entscheidung zu einem „Sport- und Freizeit-Park Rehberge“ realisiert. Diskutiert und vorabgestimmt sind zwei Varianten, die noch einer Prüfung unterzogen werden, so Poppitz.
Für die Judovereine wird auf Vorschlag der Linksfraktion die Judohalle erweitert, um bessere Trainingsbedingungen vor allem im Kinder- und Jugendbereich zu ermöglichen. Diesem Antrag ist einstimmig gefolgt worden. Beide Vereine erzielen Erfolge in nationalen und internationalen Wettkämpfen, sind an Schulen im Einsatz und erfreuen sich zahlreicher Neuanmeldungen.
Auf eine Entscheidung warten die Skaterinnen und Skater, die ihre Vorstellungen zu Papier gebracht haben. „Für die LINKE ist wichtig, dass eine Ausbaureserve für moderne Sportarten vorgehalten wird und öffentliche Nutzungen möglich sind“, so Christine Poppitz.
Die rund 40 Vertreterinnen und Vertreter der Bernauer Sportvereine und Gäste aus anderen Fraktionen debattierten den Entwurf der neuen städtischen Richtlinie zur Sportförderung. So kritisierten mehrere Vereine das im Entwurf vorgesehene „Windhundrennen“ bei der Vergabe der Sportfördermittel und wünschten sich, dass die Anzahl der Vereinsmitglieder, der Anteil einer qualifizierten Kinder- und Jugendarbeit und sportliche Höhepunkte mit Bedeutung für die gesamte Stadt bei der Förderung stärker beachtet werden.