03.07.2015
Daniel herzog
Erschienen in: HavelBrandung (DIE LINKE.Brandenburg an der Havel, Brandenburg an der Havel, Brandenburg)

Ein letztes Aufflackern von BraMM?

Veranstalter entlarven sich selbst als Nazis

Im Januar und Februar diesen Jahres hatten die so genannten Brandenburger für Meinungsfreiheit und Mitbestimmung (BraMM) um den ehemaligen Landeschef der Republikaner, Heiko Müller, zu insgesamt vier Spaziergängen durch die Brandenburger Innenstadt aufgerufen. Jedes Mal zeigten viele HavelstädterInnen Gesicht gegen diese von Nazis dominierten Veranstaltungen.

Nachdem der Zulauf für BraMM immer geringer wurde, zogen die Veranstalter nach Fürstenwalde/Spree, Luckenwalde, Königs Wusterhausen und Eisenhüttenstadt weiter. Für den 4. Mai kündigten sie erneut einen Spaziergang durch Brandenburg an, der dann jedoch äußerst kurzfristig, nämlich am 4. Mai selbst, aus "technischen Gründen" abgesagt wurde. Schließlich versammelte sich am 1. Juni eine Handvoll Leute an der Wiener Straße/Ecke Gördenallee, da die Innenstadt in weiser Voraussicht durch eine Gegendemonstration blockiert war. Doch auch an der Wiener Straße brachten vor allem junge Menschen ihren Unmut über diese, wenn auch kleine, Naziveranstaltung durch Sprechchöre und Transparente zum Ausdruck. Nach diesem BraMM-Spaziergang zog es die Veranstalter erneut nach Fürstenwalde/Spree.

In ihrem 13 Punkte umfassenden "Positionspapier" kombinieren die BraMM vermeintlich unverfängliche Forderungen wie die nach mehr direkter Demokratie mit Hetze gegen geflüchtete Menschen und gegen eine so genannte "Sozial- und Integrationsindustrie". Spätestens auf den Spaziergängen, an denen immer vor allem Nazis teilnahmen, wurde die Demagogie dieser Forderungen offensichtlich.

Flüchtlinge willkommen - keinen Fußbreit den Nazis!