09.04.2014
Wolfgang Kraffczyk
Erschienen in: Offene Worte (Virtuelle AG Offene Worte, Eberswalde, Brandenburg)

Zeit für Demokratie

Bernauer LINKE wählte am 8. März ihre Kandidatinnen und Kandidaten

V.l.n.r: 1. Reihe: B. Seeger, D. Enkelmann, C. Poppitz, G. Gaethke, 2. Reihe: M. Ziemann, H. Bossmann, M. Petroll, J. Ronnger, R. Heenemann, U. Meier, 3. Reihe: H. eckert, B. Schwigon, W. Kirsch, S.-O. Gemski, C. Rehmer, K. Bossmann, D. Rabe, M. Junghanns
Bernau

Am 8. März entschied die Mitgliederversammlung des Bernauer Stadtverbandes der LINKEN über die Nominierung von 26 Kandidatinnen und Kandidaten, die sich für die am 25. Mai zu wählende Stadtverordnetenversammlung bewerben. Knapp 6 Stunden waren nötig, um die Kandidatenlisten für die beiden Wahlkreise aufzustellen – Zeit, die Demokratie braucht und die nahezu alle Teilnehmer der Veranstaltung bis zum Ende aufbrachten. Der Beschluss zum Wahlprogramm wurde auf den 7. April vertagt, weil die Zeit zur Aussprache nicht reichte.

Die bisherige Fraktionsvorsitzende Dagmar Enkelmann nutzte die Gelegenheit, um eine kurze Bilanz der Fraktionsarbeit zu ziehen. Sie erinnerte an die von der LINKEN initiierte Einwohnerbeteiligungssatzung, das erfolgreiche Bürgerbegehren gegen den Austritt Bernaus
aus dem Wasser- und Abwasserverband Panke/Finow (WAV) und den Bürgerhaushalt, bei dem ein Teil der Stadtfinanzen nach dem Willen der Bürger für bestimmte Projekte eingesetzt wird. Der Linksfraktion ist es zudem zu verdanken, dass die Schulsozialarbeit verstärkt wurde. Gegenwärtig erarbeitet die Fraktion einen Flyer, in dem ihre Arbeit in der aktuellen Wahlperiode dargestellt und in der Stadt verteilt werden soll.

Als Spitzenkandidaten wurden für den Wahlkreis 1 Christine Poppitz, Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Jugend, Kultur, Soziales und Sport in Bernau und den Wahlkreis 2 Dagmar Enkelmann gewählt. Auf beiden Wahlkreislisten entstand eine bunte Mischung aus Alt und Jung, alten „Hasen" und „Frischlingen" in der Kommunalpolitik. Schwer hatten es allerdings die relativ unbekannten parteilosen „Neulinge", einen vorderen Listenplatz zu ergattern. Allerdings wird bei Kommunalwahlen die Person direkt gewählt. Deshalb entscheidet das Votum am Wahltag, wer letztlich in das Stadtparlament einzieht.