10.04.2014
Redaktion/bc
Erschienen in: Offene Worte (Virtuelle AG Offene Worte, Eberswalde, Brandenburg)

Breitbandausbau bereits 2014

Bau am schnellen Internet seit März: Welche Barnimer Orte profitieren?

Barnim

Mit dem Bau des Breitbandnetzes wird seit März 2014 in der Planungsregion Barnim/Uckermark begonnen. Dies ist möglich geworden, weil die Europäische Kommission das „Entwicklungskonzept Glasfaser 2020" des Brandenburger Wirtschafts- und Europaministeriums Anfang 2013 gebilligt hatte. Nun ist das Ausschreibungsverfahren beendet und der Anbieter – die Telekom – kann mit dem Ausbau beginnen. „Wir werden damit unser Versprechen, das schnelle Internet in allen Regionen des Landes bis 2020 zu ermöglichen, wesentlich früher einlösen können", kommentiert Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers (LINKE).

Das Brandenburger Wirtschaftsministerium hatte auf Initiative von Christoffers nicht verwendete Fördermittel aus verschiedenen Bereichen zusammengelegt, um damit das Glasfaser-Projekt bereits jetzt finanziell unterstützen zu können. Mit fast 100 Millionen € EFRE-Mitteln wird das Projekt landesweit unterstützt. Es ist die größte Vergabe von Geldern aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) des Wirtschafts- und Europaministeriums in dieser Wahlperiode. Bis 2009 hatte die damalige CDU-/SPD-Landesregierung viele Versprechen dazu gemacht, aber nicht umgesetzt.

Von der finanziellen Förderung des schnellen Internet im Barnim werden folgende Orte profitieren (in alphabetischer Reihenfolge):

Ahrensfelde und Ortsteil Eiche-Süd;

Althüttendorf; Bernau, kleiner Bereich;

Biesenthal, kleiner Bereich;

Britz; Chorin und in den Ortsteilen Golzow, Neuehütte, Sandkrug, Senftenhütte, Serwest;

Eberswalde in bisher nicht ausgebauten Bereichen;

Friedrichswalde;

Hohenfinow im Ortsteil Struwenberg;

Joachimsthal;

Liepe;

Lunow-Stolzenhagen;

Marienwerder und im Ortsteil Ruhlsdorf;

Niederfinow;

Oderberg und im Ortsteil Neuendorf;

Panketal, kleiner Bereich;

Schorfheide und in den Ortsteilen Finowfurt, Groß Schönebeck, Werbellin;

Sydower Fließ im Ortsteil Tempelfelde;

Wandlitz und in den Ortsteilen Klosterfelde und Lanke;

Werneuchen;

Ziethen: Groß und Klein Ziethen.

Einige Gebiete werden aber auch eine Verbesserung der Übertragungsgeschwindigkeit erreichen, weil der Provider aus Anlass der Förderung weiter ausbauen wird, wie in Bernau, Panketal, Rüdnitz.

Biesenthal zum Beispiel gilt größtenteils als „versorgt" und nicht mehr förderfähig. „Die Stadt hat derzeit auf eigene Kosten einen Provider mit der Herstellung einer höheren Übertragungsgeschwindigkeit beauftragt", bestätigte Bürgermeister André Stahl (LINKE) einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung bereits vom letzten Jahr.

Die Unterstützung mit europäischen Fördermitteln war notwendig geworden, weil Betreiber bisher Gebiete mit geringer Einwohnerdichte vom schnellen Internet ausgeschlossen hatten, da ein wirtschaftlicher Betrieb eines Netzes nicht möglich war. „Durch die Übernahme von 75 Prozent der Investitionskosten durch das Land konnte ein Modell entwickelt werden, das einen wirtschaftlichen Betrieb des Netzes auch in dünn besiedelten Räumen ermöglicht", erläutert Wirtschaftsminister Ralf Christoffers. „Die Versorgung mit Breitband-Anschlüssen ist nicht nur ein Wirtschaftsfaktor, sondern gehört inzwischen zur öffentlichen Daseinsvorsorge."