15.03.2015
Redaktion/bc
Erschienen in: Offene Worte (Virtuelle AG Offene Worte, Eberswalde, Brandenburg)

Wohngelderhöhung ab 2016 geplant

Barnim

Eine Wohngelderhöhung plant das zuständige Bundesministerium für 2016, wurde Mitte Februar bekannt gegeben. Damit wurde die ursprünglich für 2015 angedachte Erhöhung verschoben. Die letzte Erhöhung des Wohngelds erfolgte 2009. „Durch die 2011 eingeführte Streichung der Heizkostenkomponente wurde das Wohngeld faktisch sogar gekürzt und damit die Zahl der Anspruchsberechtigten deutlich reduziert“, kommentierte Anita Tack, Landtagsabgeordnete der LINKEN.
Aus Sicht der LINKEN müsse der Heizkostenzuschuss wieder eingeführt und zur Abfederung der steigenden Strompreise um eine Stromkostenkomponente erweitert werden. „Wir fordern, dass sich die Wohngelderhöhung fließend an die Kostensteigerungen anpasst, damit nicht wieder wie bisher, lange Phasen ohne Erhöhung entstehen“, so Tack.
Außerdem fordere die LINKE ein Investitionsprogramm des Bundes mit Investitionszuschüssen für Neubauten. Denn durch den Mangel an neuem Wohnraum steige der Mietpreisdruck und die große Nachfrage in Städten und Ballungsräumen.
Nach aktuellen Angaben könnten rund 870.000 Wohngeldempfänger von der Reform ab 2016 profitieren, darunter 90.000 Empfänger von Grundsicherungsleistungen. Entsprechend der aktuellen Situation auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt soll die Höhe des Wohngelds an die Entwicklung der Einkommen, Warmmieten und Nebenkosten angepasst werden. Die Höhe des Zuschusses könnte sich künftig an der Miethöhe orientieren. Dabei sollen die Miethöchstbeträge, also die Mietstufen der Städte bzw. Landkreise, um 7 bis 27 Prozent angehoben werden. Die Höhe der Wohngeldleistungen (Tabellenbeträge) könnten damit durchschnittlich um 39 Prozent steigen.