07.03.2015
Michael Matthes
Erschienen in: Mittelsächsische LinksWorte (Mittelsachsen, Sachsen)

Ukraine - Es geht nicht um die Ukrainer

Es soll in Minsk immer mal wieder um ein Ende des Bürgerkrieges in der Ukraine gehen. Wirklich? Mir fehlt der Glaube. Es geht gegen Russland, gegen das russische Volk, vertreten durch diesen vermaledeiten Wladimir Wladimirowitsch Putin. Der Staat Bundesrepublik begibt sich dabei freiwillig in die Geiselhaft der USA und ihrer Vasallen in der Europäischen Union. Diese dürfen aber ziemlich still die Fäden ziehen.

Die LinksWorte sind weit entfernt von den Möglichkeiten des professionellen Journalismus, der mit fundierten Recherchen hin und wieder - im Interesse der Auflage - auch etwas Verborgenes ans Tageslicht fördert. Uns bleiben nur der gesunde Menschenverstand und das Internet. Und die schon zu Zeiten des alten Roms gestellte Frage: Wem nutzt das? Wem das Geschehen in der Ukraine nichts nutzt, ist bekannt, nämlich den ukrainischen Bürgern. Nicht zu verwechseln mit dem Kiewer Putschregime, installiert von der CIA. Dazu ein kleines, aber interessantes Detail. Als die drei Maidan-Exponenten, darunter Wladimir Klitschko, und die Janukowitsch-Mannschaft sich unter Vermittlung unter anderem von Außenminister Steinmeier auf ein Ende der Maidan-Proteste geeinigt hatten, traten achthundert, zuvor von der CIA in Polen geschulte Nachfahren der seinerzeit in die Hitler-Wehrmacht eingegliederten Bandera-Faschisten in Aktion. Sie feuerten auf die Demonstranten auf dem Maidan. Rund um den Maidan tauchten druckfrische Dollar-Noten auf, die nachweislich nicht aus den Tresoren der ukrainischen Staatsbank stammten, garniert von Worten einer USA-„Diplomatin“ „Fuck the EU!“ Die Bandera-Faschisten, nunmehr unter dem Namen Swoboda-Befreiung setzten als ihnen die Felle wegzuschwimmen drohten, die heute noch als Kriegspartei amtierende Jazeniuk-Mannschaft ein. Von deren Lebensläufen erfährt man nichts. Warum?

Verfolgen wir einmal die Spuren der Bandera-Nachfahren nach Polen. Die Polen waren ein Jahrhunderte lang gedemütigtes Volk. Schließlich besetzt durch das Zarenreich, Preußen und die Habsburger Monarchie. Nach dem Ersten Weltkrieg wiedererstanden als selbstständiger Staat und nach dem Zweiten westwärts verschoben. Teile der polnischen Bevölkerung wurden aus der heutigen Westukraine in Richtung Neiße vertrieben. Da sind noch Rechnungen offen und ein polnischer Nationalismus nicht unerklärlich. Die Ukraine in der EU würde den Zugang in die Westukraine wieder möglich machen. Nur – ukrainische Faschisten und polnische Nationalisten ergeben eine verhängnisvolle Mischung. Davon sollte die Bundesrepublik einen großen Abstand halten, und nicht nur hinter vorgehaltener Hand in bißchen dagegen mosern. Mit einer Unterschriftensammlung „Hände weg von (Sowjet-) Rußland!“ sollten DieLinken dieser Einstellung auf die Beine helfen. PEGIDA hätte dadurch auch einige Mitläufer weniger.

Hinweis
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