05.03.2015
Daniel Herzog
Erschienen in: HavelBrandung (DIE LINKE.Brandenburg an der Havel, Brandenburg an der Havel, Brandenburg)

Neonazis provozieren bei Gedenkdemo

Am 20. Februar nahmen rund 50 Menschen an einer Gedenkdemonstration für den vor 19 Jahren in der Havelstadt vom Neonazi Sascha L. zu Tode geprügelten Punk Sven Beuter teil. Die Demo begann am Haus in der Mühlentorstraße, wo Beuter zuletzt gewohnt hatte.

Kurz bevor der Demonstrationszug, begleitet von lauter Punkmusik, die Gedenktafel für Sven Beuter in der Havelstraße erreichte, wurden die TeilnehmerInnen von eben jenem Sascha L. und vier weiteren Neonazis beschimpft - eine unglaubliche Provokation.

Die Einsatzkräfte der Polizei schienen auf die Situation nicht vorbereitet zu sein, obwohl der Anmelder Daniel Herzog (DIE LINKE) in einem Vorgespräch extra auf solch eine mögliche Aktion durch Neonazis hingewiesen hatte.

Trotz dieser Provokation, ließen sich die TeilnehmerInnen der Demonstration ihr Gedenken nicht kaputt machen. Nachdem sich die Lage nach Platzverweisen für die Neonazis beruhigt hatte, fand die Gedenkveranstaltung mit einem abschließenden Redebeitrag, einer Kranzniederlegung und einer Schweigeminute einen würdigen Abschluss.