13.02.2015
Sebastian Walter, Kreisvorsitzender der Barnimer LINKEN
Erschienen in: Offene Worte (Virtuelle AG Offene Worte, Eberswalde, Brandenburg)

Weltoffenes Land

Kein Ort für Nazis in Frankfurt (Oder)/LINKE gegen rassistische Vorurteile

Mit dabei, v.l.n.r.: Finanzminister Christian Görke, Bettina Fortunato, dahinter: Daniela Trochowski, Anne Quadt, Gerry Woop, Ralf Christoffers, Gerrit Große
Barnim/Frankfurt/Oder

Am 17. Januar wollten wieder einmal Nazis in Brandenburg aufmarschieren. Rechte Kräfte aus Frankfurt (Oder) wollten auf der PEGIDA-Welle mitschwimmen und riefen zu einer Demonstration gegen „Asylmissbrauch“ auf.
Hier sollte versucht werden, rassistische Vorurteile salonfähig zu machen. Das Bündnis „Kein Ort für Nazis in Frankfurt (Oder)“, in dem Menschen aus Politik, Kirche, Gewerkschaften und anderen Institutionen bereits seit Jahren aktiv gegensteuern, sobald sich Vertreterinnen und Vertreter brauner Gesinnung in der Stadt regen, rief zum Widerstand auf. Diesem Aufruf folgten hunderte Menschen aus ganz Brandenburg und setzten ein deutliches Zeichen für ein weltoffenes Land. Bis zu 700 Menschen blockierten mit friedlichen Aktionen die Hauptstrecke der neuen und alten Nazis.
Auch Vertreterinnen und Vertreter der Barnimer LINKEN waren mit vor Ort und unterstützte die Frank­furterinnen und Frankfurter.
Überall in Brandenburg wollen rechte Kräfte dem Beispiel der Demonstranten in Dresden folgen und versuchen ihre menschenfeindliche Propaganda unter dem Deckmantel der angeblichen „Unzufriedenheit“ zu verstecken. Dass Brandenburg aber mehr Offenheit braucht und dazu bereit ist, zeigte sich am 17. Januar auch in Frankfurt (Oder). Die Menschen, die gegen den Aufmarsch auf die Straße gingen, machten den Rechten einen dicken Strich durch die Rechnung. Sie setzten damit genauso ein Zeichen wie in den letzten Wochen auch in den Städten Brandenburg (Havel) und Oranienburg.