05.01.2015
Sarah Fingarow
Erschienen in: Marzahn-Hellersdorf links (DIE LINKE. Berlin, Berlin, Berlin)

Gelebte Solidarität mit Geflüchteten

Schon zum 5. Mal Adventsfeier für Kinder von Geflüchteten und Wohnungslosen

Großen Anteil am Gelingen der Feier hatte u.a. Dagmar Pohle, die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin, Bildmitte.
Marzahn-Hellersdorf

Schon zum fünften Mal veranstalteten wir nun unsere kleine Weihnachtsfeier für die Kinder im Geflüchteten- und Wohnungslosenheim in der Otto-Rosenberg-Straße.

Inzwischen hat sich unsere jährlich Feier herumgesprochen. Der Ernst-Busch-Chor hat mit allen Fördermitgliedern für die Kinder Spenden gesammelt. Darüber freue ich mich ganz besonders.

Ich möchte an dieser Stelle ganz herzlich allen danken, die dieses Projekt finanziell, aber vor allem auch mit ihrer tatkräftigen Hilfe unterstützen. Dank der vielen Spenden, konnten wir in diesem Jahr erstmals ein Sommerfest für die Kinder im Heim veranstalten und ihnen für die gemeinschaftliche Nutzung einen Kicker-Tisch schenken. Auch im nächsten Sommer werden wir wieder ein Kinderfest feiern können, und ich möchte schon jetzt um helfende Hände dabei werben.
In diesem Jahr sind es mehr als 60 Kinder, die im Heim in der Otto-Rosenberg-Straße leben. Für jedes einzelne Kind haben wir versucht, ein individuelles, altersgerechtes Geschenk zu finden. Manchmal ist das nicht so einfach und bereitet ganz schön Kopfzerbrechen. Inzwischen schreiben wir genau auf, welches Kind was bekommt und gleichen die Listen mit denen vom Vorjahr ab. Dabei stellen wir traurig fest, dass einige Kinder schon seit mindestens drei Jahren dort leben. Es gibt aber auch Anlass zur Freude. So erfuhren wir, dass eine afghanische Familie, die wir schon seit unserer ersten Feier kannten, inzwischen eine Wohnung bezogen hat.

Die liebevoll verpackten Geschenke überreichen wir seit letztem Jahr im Rahmen einer wunderbar gemütlichen Feier im Don Bocso Zentrum. Schwester Margareta und ihr Team empfingen die Kinder wieder in einem festlich geschmückten und mit viel Liebe dekorierten Saal. Bei Kakao und Kuchen hatten alle einen tollen Nachmittag und haben gemeinsam Weihnachtslieder gesungen. Wenn die Kleinen alle freudig ein Geschenk in den Händen halten, sind nicht nur die Kinder und ihre Eltern, sondern auch für alle Helfer*innen glücklich. Spätestens dann sind wir uns alle einig, dass es eigentlich nicht viel Arbeit ist, mit der wir den Kindern eine große Freude machen können und einen Beitrag dazu leisten, Menschen in Not willkommen zu heißen.