25.11.2014
Peer Jürgens
Erschienen in: Widerspruch (Fürstenwalde, Brandenburg)

Ein kritischer Blick zurück und ein optimistischer Blick nach vorn

Landkreis Oder-Spree

Am 18. Oktober fand im Fürstenwalder alten Rathaus der zweite Kreisparteitag der LINKEN Oder-Spree in diesem Jahr statt. Schwerpunkte dabei waren die Auswertung der Landtagswahl und die Diskussion zum Koalitionsvertrag. Der Vorsitzende des Ortsverbandes DIE LINKE Fürstenwalde, Fritjhof Bastian, stellte in seiner Rede die Ergebnisse der letzten drei Wahlen in einen Zusammenhang und hob hervor, wie wichtig jetzt die kontinuierliche Arbeit auf der kommunalen Ebene ist.


Als Gast war der Landesvorsitzende Christian Görke zum Kreisparteitag gekommen und sprach in seiner Rede über beide inhaltlichen Schwerpunkte. Aus seiner Sicht hat sich DIE LINKE zu sehr darauf verlassen, dass die Menschen in Brandenburg uns für erfolgreiche Politik wählen. Allerdings nahmen viele die Erfolge als Selbstverständlichkeit hin. Auch hatte die Partei zu wenig Angebote in Politikfeldern wie Jugend- oder Familienpolitik. Daher sei das Ergebnis sehr schmerzlich – gerade auch für den Kreisverband Oder-Spree.


Zum Koalitionsvertrag hob Christian Görke hervor, dass in den Bereichen Bildung, Soziales, Arbeit und Gesundheit eine sehr deutliche LINKE-Handschrift zu erkennen ist. Unzufrieden sei er selbst mit dem Kapitel zum Verfassungsschutz und zur Energiepolitik. In der Diskussion gab es auch Nachfragen zur Asylpolitik und zur Kreisgebietsreform. Viele Delegierte äußerten sich zum Koalitionsvertrag grundsätzlich positiv – viele drückten aber auch ihr Bedauern über das Wahlergebnis aus. Da der Landkreis Oder-Spree nun keinen eigenen Abgeordneten im Landtag stellen wird, sahen einige große strukturelle Gefahren.


Christian Görke und auch der Landtagsabgeordnete Stefan Ludwig, der sich für die Unterstützung in seinem Wahlkreis bedankte, nahmen die Sorgen der Genossinnen und Genossen mit und versprachen, hier eine Lösung zu finden.

Ehrung der Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfer


Zum Abschluss bedankte sich der Kreisvorsitzende Peer Jürgens stellvertretend für viele Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfer bei einigen, von den Ortsverbänden nominierten, besonders fleißigen Wahlkampf-Aktiven – siehe auf Foto von links: Elke Löbel, Lothar Löbel (beide Woltersdorf), Ursula Paape (Erkner), Uwe Tippelt (Storkow), Gerda Nißle (Bad Saarow), Willi Zeige, Dorothea Sandow (beide Beeskow), Helga Juraschek, Jutta Bargenda (beide Fürstenwalde). Nicht auf dem Bild, aber auch unter den zu Ehrenden: Detlef Wilke (Schöneiche), Dr. Jörg Mernitz (Eisenhüttenstadt), Margot Neumann (Bad Saarow).

Peer Jürgens

von
Peer Jürgens, Vorsitzender DIE LINKE Oder-Spree