05.02.2014
Christel Zillmann
Erschienen in: Offene Worte (Virtuelle AG Offene Worte, Eberswalde, Brandenburg)

Willkommen in Panketal

Aktionsbündnis bietet konkrete Hilfe für Flüchtlinge an

Panketal/Barnim

Unter dem Motto „Willkommen in Panketal" bekräftigten zahlreiche Bürger unserer Gemeinde auf mehreren Solidaritätskundgebungen, dass sie die fremdenfeindlichen Parolen der Neonazis gegen die Aufnahme von Flüchtlingen im Übergangsheim Panketal energisch zurückweisen.

Spontan verabredeten sich engagierte Bürgerinnen und Bürger während unserer Kundgebungen am Zepernicker Anger, wo ein Gedenkstein die Unantastbarkeit der Würde des Menschen anmahnt, ein bürgerschaftliches Aktionsbündnis „Hilfe für Flüchtlinge" zu gründen.

Auf einer stark besuchten Informationsveranstaltung zeigte sich bereits die Bereitschaft vieler Panketaler, sich als gute Gastgeber zu präsentieren und sie unterbreiteten konkrete Hilfsangebote.

Einen Tag vor Heiligabend konnten wir die ersten 9 Flüchtlinge aus Kenia, Somalia, dem Tschad und der Russischen Föderation, darunter auch ein erst 5 Monate altes Baby, im Wohnheim am Anger willkommen heißen.

Man kann verstehen, dass die hilfsbereiten Bürgerinnen und Bürger den Wunsch äußern, die in unserer Mitte als zeitweilige Gäste weilenden Menschen, persönlich kennenzulernen.

Unser Aktionsbündnis wird auch dies ermöglichen und plant zum Beispiel ein Begegnungsfest mit den Flüchtlingen. Desweiteren wird überlegt, wie unsere Gäste in bereits geplante Veranstaltungen, wie dem Rathausfest am 26. April oder der Schlendermeile am 21. Juni einbezogen werden könnten.

Die LINKE Panketal veranstaltet am 10. Mai ein Frühlingsfest und wird hierzu sehr herzlich auch unsere Gäste aus fernen Ländern willkommen heißen.

Zugleich streben wir ein enges Zusammenwirken mit den inzwischen auch in anderen Orten unseres Landkreises entstandenen Bürgerbündnissen zur Unterstützung von Flüchtlingen an und beteiligen uns am ersten Treffen am 9. Februar in Biesenthal.

Wir wurden in den vergangenen Wochen darin bestärkt, dass gelebte Solidarität, konkretes Helfen an Ort und Stelle wirksamer sind als blumige Reden über die Wichtigkeit der Notwendigkeit. Wir sind jedenfalls gut vorbereitet und freuen uns, dass wir demnächst weitere Flüchtlinge in Panketal begrüßen können.