06.08.2014
Redaktion
Erschienen in: Offene Worte (Virtuelle AG Offene Worte, Eberswalde, Brandenburg)

Das Kabarett ist tot! Es lebe das Kabarett!

LINKE Werneuchen lud am 12. Juli zum traditionellen Sommerkabarett

Werneuchen/Barnim

Am 12. Juli lud DIE LINKE Werneuchen/Ahrensfelde zum fünften Mal zum Sommerkabarett ein. 118 Besucher folgten der Einladung, darunter zwei Besucher, die ihre Karten am 1. Mai beim Quiz am Stand der LINKEN als 1. Preis gewonnen hatten.

Seit langem glaubt man zu wissen: Das Kabarett sei tot!

Doch jetzt der absolute Kick – die ultimative Steigerung:

Im Charly M. sind sogar die Kabarettisten tot. Drei fahrende Komödiantinnen auf dem Weg nach oben, und das nur, weil unten ein Alleebaum im Weg stand. Die berühmten letzten Hundertstelsekunden – ein Stoff aus dem Kabarett-Helden sind!

Doch warum gerade jetzt als Satirikerin abwärts, wo es doch in Deutschland sa(tierisch) aufwärts geht?

Gerade jetzt wo Frauen ihr Schicksal und endlich auch ihre Waffe selbst in die Hand nehmen dürfen?

Gerade jetzt, wo es diesen zauberhaften Wesen, die laut neuestem Zensus zu 50,9 Prozent herumspringen, gelungen ist, in den Vorstandsetagen die 2-Prozent- Hürde zu überspringen?

Gerade jetzt, wo sie sogar quotiert mitplappern dürfen im Inkontinenzteam debiler Politsabberpreise?

Und wo unsere Landesmutti Angela ihre Millionen unehelichen europäischen Kinder unter ihren Rettungsschirm nimmt, hütet und beschützt?

Warum also ausgerechnet jetzt, wo Frauen in der Koalition, ohne rot zu werden, glauben, sie seien an der Macht? Dabei sind sie nur an der Regierung.

Charly M’s. Antwort: Na und, Koma?!

Diese schwarze Satire von Mathias Wedel in der Bearbeitung von Peter Tepper sorgte wieder einmal für einen wirklich schönen Abend. Die Mitwirkenden Sabine Genz und Franziska Hentschel als Opfer (Darstellerinnen), Wolfram Lauenburg und Nikolaus Hollmann als musikalische Unfallzeugen (Klavier) gaben alles, damit keine Frage offen blieb.