30.11.2017
Dr. Andreas Bernig, Mitglied des Landtages
Erschienen in: Mittelmark links (k² Potsdam, Landkreis Potsdam-Mittelmark, Brandenburg)

Antrittsbesuch unter alten Bekannten

Roland Leisegang im Gespräch mit Dr. Andreas Bernig über seine Pläne für Bad Belzig

Bad Belzig

Einen verspäteten Antrittsbesuch statteten der Landtagsabgeordnete Dr. Andreas Bernig und LINKEN-Kreisgeschäftsführer Ronald Kurtz dem neuen Bürgermeister von Bad Belzig, Roland Leisegang im Juli ab. Verspätet, weil der Neue schon seit dem 1. Dezember 2016 im Amt ist.

Lust hat er immer noch, wie er launig hervorhob. Leisegang und Bernig kennen sich schon aus der Zusammenarbeit mit dem Arbeits- und Ausbildungsförderverein Potsdam-Mittelmark in Kuhlowitz. Der profitiert jetzt von der neuen Richtlinie zur Förderung von Sozialbetrieben, die die Integration von Langzeiterwerbslosen unterstützt. Da für Roland Leisegang der Bildungsstandort Bad Belzig ein wichtiger Schwerpunkt ist – die Entwicklung von Grund-, Ober- und Musikschule sowie Gymnasium soll besser koordiniert werden – verwies Andreas Bernig auf die Landeskampagne zum gesunden Schulessen. Eine eigene Küche, die die Produkte der Region verarbeitet, wäre da genau das Richtige.

Wichtig ist Roland Leisegang die Weiterentwicklung von Bad Belzig als Gesundheitsstandort. Er will eine bessere Kooperation von Krankenhaus, Rehaklinik und Thermalbad. Unter anderem denkt man über die Etablierung einer Ausbildungsstelle für Physiotherapeuten nach. Roland Leisegang: „Physiotherapeuten sind Goldstaub. Die wollen wir hier ausbilden und dann auch hier halten.“ In der Stadtmitte soll ein Gesundheitshaus mit vielen Parkplätzen für die Bürger entstehen. Die können sich dann dort u.a. „Christinenbrunnen“ holen. Im Gewerbegebiet wird gerade eine neue Abfüllanlage errichtet. Na ja und der Marktplatz für ein buntes Stadt- und Marktleben würde auch frei.

Andreas Bernig konnte den engagierten Bürgermeister nur bestärken. Genau das sind jene Aktivitäten, die zum Erhalt des Krankenhausstandortes beitragen, was ja Ziel der Landesregierung ist. Letztlich berichtet Roland Leisegang, dass auch die Jugendarbeit neu konzipiert wird.

Mit Unterstützung des Landkreises erarbeitet ein externer Berater gerade Vorschläge, so dass am 01.01. 2018 der Neustart erfolgen kann, wenn alles klappt. Aber da ist Leisegang zuversichtlich. Schon steckt die Sekretärin der Kopf zur Tür herein und erinnert an den nächsten Termin. Da berichtet der neue Bürgermeister noch schnell über den ersten Stolperstein, der im Dezember gesetzt werden soll. Eine tolle ersprießliche Runde für alle Gesprächsteilnehmer und sie vereinbaren: „ Das machen wir jetzt einmal im Jahr!“