25.06.2014
Redaktion/ml
Erschienen in: Offene Worte (Virtuelle AG Offene Worte, Eberswalde, Brandenburg)

Verbesserung des Brandenburgischen Jagdgesetzes

Barnim

Eine Novellierung des Jagdgesetzes beschloss der Landwirtschaftsausschuss des Brandenburger Landtages am 19. Juni. „Die neue Regelung zur Bejagung von Rehen ist effektiv und unbürokratisch", schätzt Michael Luthardt, Landtags­abgeordneter der LINKEN, ein. „Ziel ist es, eine effektivere Bejagung des Rehwildes zu ermöglichen und damit Verbissschäden im Wald zu reduzieren und die Naturverjüngung des Waldes zu fördern. Bisher müssen Jäger in jedem Jahr einen Abschussplan aufstellen, in dem der Rehbestand geschätzt und ein Abschussziel vorgegeben wird. Der Abschussplan muss von der unteren Jagdbehörde genehmigt werden."

Ursprünglich war im Gesetzentwurf vorgesehen, dass Jäger künftig mehr Rehe bejagen dürfen. „Eine Anhörung im Landtag ergab grundsätzliche Kritik," erläutert Michael Luthardt. „Die Abschusspläne waren fachlich nicht begründet, ihre Einhaltung kann kaum durchgesetzt werden und verursacht sowohl für Jäger als auch Behörden einen großen Verwaltungsaufwand. Vom Jagdverband bis zu den Naturschutzverbänden, vom Waldbesitzerverband bis zu den kommunalen Spitzenverbänden – alle Spezialisten und Interessenvertreter haben die Abschaffung des Abschuss­plans für Rehe befürwortet, so unterschiedlich ihre Positionen zur Jagd sonst auch sind.

Dem kam der Ausschuss mit seinem Beschluss nach."