22.08.2017
Ines Nowack
Erschienen in: Märkische Linke (LINKE Ostprignitz-Ruppin, Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg)

2. Kinderfest in Fehrbellin

Familienfreundlichkeit vor Ort – gelebt und durch DIE LINKE mitgestaltet

Der Frettchenzirkus in Aktion
Protzen

DIE LINKE. Fehrbellin gestaltete am 24.06.2017 zum zweiten Mal ein Kinderfest für alle Familien. Grund dieser Initiative war es, ein Event zu schaffen, das der Forderung der LINKEN entspricht, sich für eine gleichberechtigte Förderung aller Kinder von Anfang an einzusetzen und damit Teilhabe aller Kinder, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern, zu ermöglichen.

Die Teilnahme war kostenfrei, und so konnten sich alle Kinder, die es wollten, auf dem Fehrbelliner Rathausplatz vergnügen - ob beim Zusehen der Kunststücke der Frettchen oder selbst gestaltete Kunststücke beim Spielmobil, ob durch »Verewigung« auf einer Malwand oder durch besonders mutigen Kontakt mit der Hexe und ihren Tieren. Den Kindern schien es jedenfalls viel Spaß zu bereiten, und so manche Eltern ließen sich davon anstecken und wetteiferten gemeinsam mit ihren Kindern.

Dass die gleichberechtigte Teilhabe von Kindern in unserer Gesellschaft längst nicht Normalität ist, ist uns oft nicht bewusst. In Deutschland leben mindestens 2,5 Millionen Kinder in Armut oder sind akut von Armut gefährdet. Auch die Folgen für die Kinder sind empörend: sie sind häufig schlechter ernährt, schlechter gesundheitlich versorgt, haben schlechtere Bildungschancen, und sie werden nicht so alt wie ihre AltersgenossInnen, die in reicheren Elternhäusern geboren worden sind. Kaum jemand möchte dazu gehören, denn dieses Problem ist sehr beschämend und der Ausweg oft aussichtslos. Denn gerade Familien mit Kindern, die Sozialleistungen beziehen, würden Leistungen, die ihnen und ihren Kindern zustünden, gar nicht erst beantragen, da sie entweder von ihren Ansprüchen gar nichts wüssten, oder aber die Antragstellung sehr bürokratisch sei. Ursache dafür ist nicht der Bildungsstand der Eltern, sondern die Intransparenz des Systems.

Um diesen Problemen Abhilfe zu schaffen, fordert die Linksfraktion im Bundestag unter anderem die Abschaffung von Sanktionen im Sozialleistungsbezug und die Schaffung von Familienstellen, in denen zukünftig alle Leistungen für Kinder aus einer Hand gewährleistet werden. Ziel ist es, den Antrags- und Behördenmarathon, an dem viele scheitern, zu beenden und stattdessen leistungsberechtigt, ausführlich und transparent über ihre Rechte und Ansprüche zu beraten. Um Kinderarmut aber wirksam zu bekämpfen, braucht es mehr. So fordert DIE LINKE ebenfalls eine deutliche Anhebung des Kindergeldes auf 328 Euro und eine grundlegende Neuberechnung der Kinderregelsätze im Hartz IV-Bezug.

In Brandenburg leben rund 235.000 Familien mit Kindern unter 18 Jahren. Familienministerin Diana Golze (DIE LINKE) erklärte: »Brandenburg ist schon heute eine besonders familien- und kinderfreundliche Region«. Die Landesregierung entwickelte ihr familien- und kinderpolitisches Programm mit einem neuen Maßnahmenpaket unter dem Titel »Gemeinsam für ein familien- und kinderfreundliches Brandenburg« weiter.