09.05.2017
Kerstin Zillmann
Erschienen in: Märkische Linke (LINKE Ostprignitz-Ruppin, Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg)

Gedenken im Belower Wald

Wittstock

Am Freitag, den 21.4.2017, fand die jährliche Veranstaltung anlässlich der Befreiung des KZ Sachsenhausen mit der Auftaktveranstaltung in der Gedenkstätte des Todesmarsches im Belower Wald statt.

Zahlreiche Gäste fanden sich ein, darunter unsere Bundestagsabgeordnete Kirsten Tackmann, Landtagsabgeordnete aus Brandenburg und Mecklenburg, Vertreter der Botschaften aus Österreich, der Ukraine und Russland. Eine große Gruppe der französischen Amicale (Vereinigung aller ehemaligen Deportierten Frankreichs) und eine Delegation des Internationalen Sachsenhausenkomitees sowie 10 Überlebende des Todesmarsches, Vertreter der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und der Stadt Wittstock waren ebenfalls angereist. Insgesamt konnten wir Gäste aus 7 Nationen begrüßen. Nach den Ansprachen wurden Kränze und Blumen am Mahnmal niedergelegt.

Anschließend gab es die Möglichkeit, ein Zeitzeugengespräch mit Marcel Suillerot zu führen. Diese Chance, mit einem Überlebenden des Todesmarsches zu sprechen, nutzten viele der Gäste. Bei Gebäck und Kaffee kamen auch viele Menschen mit anderen Überlebenden ins Gespräch. Die Möglichkeit, auch in Zukunft mit ihnen zu sprechen, wird leider bald nicht mehr gegeben sein, denn die Zeitzeugen sind schon sehr alt. Ihnen und uns ist es sehr wichtig, dass sie ihre Erlebnisse schildern können.

Die nächste Veranstaltung in der Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald wird am 28.5.2017 ab 14 Uhr stattfinden. Wir zeigen einen preisgekrönten Film, der bei der Berlinale als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde. Der Dokumentarfilmer wird dabei sein und Fragen beantworten. Kaffee und Gebäck stehen bereit, und wir wünschen uns viele Gäste.