18.04.2017
Mario Hausmann
Erschienen in: Erkner–ungefiltert (Erkner, Brandenburg)

20. Internationaler Tag gegen Lärm 2017 – ruhige Zeiten in Erkner nicht erkennbar

Erkner

Angesichts großer Widerstände gilt es, die grüne Lunge und den Status Erkners als Touristenmagnet zu bewahren und weiter zu fördern. Hierbei ist eines der am meisten belastenden Probleme für uns Erkneraner der Umgang mit den verschiedensten Lärmquellen:

Auf der Straße

Die Geschwindigkeitsbegrenzungen u.a. in der Friedrichstraße und der Rudolf-Breitscheid-Straße sind bereits durchgesetzt. Aufgrund der verkehrspolitisch ungünstigen Lage des City-Centers erreicht kaum jemand zu den Geschäftszeiten das Limit von 30 km/h mit dem Auto. Zudem kommt es schon jetzt in der Hauptverkehrszeit zu einem Verkehrsinfarkt und einer zusätzlichen Belastung unserer Atemluft. Der PKW- und LKW-Verkehr hat sich insbesondere seit Eröffnung des City-Center stark erhöht.

Von der Bahn

Am schlimmsten trifft es die AnwohnerInnen der Bahnlinien. Für sie wären aktive Schallschutzmaßnahmen am effektivsten.

Das heißt zum Beispiel, eine Reduzierung der Geschwindigkeit von durchfahrenden Güterzügen (die einen besonders hohen Lärm­pegel aufweisen) in den betroffenen Gebieten ist zwingend notwendig. Diese Verringerung der Geschwindigkeit ist bereits gängige Praxis in Berlin. Dort besteht eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Ab der Landesgrenze zu Brandenburg darf wieder deutlich schneller gefahren werden.

Aus der Luft

Sollten Sie den Lärm von der Straße oder der Bahn bislang als noch hinnehmbar angesehen haben, so wird sich das mit dem Krach aus der Luft mittelfristig mit dem BER ändern. Zugegeben: Diese Lärmquelle ist momentan noch zu ertragen.

Ministerpräsident Woidke (SPD) erklärte noch im Bundestagswahlkampf 2013 in Schöneiche: „Mehr Nachtruhe am BER wird es nur mit der SPD in der Bundesregierung geben.“ Wie sich inzwischen herausgestellt hat: eine glatte Fehleinschätzung. Wahlversprechen nicht gehalten!

Ihr

Mario Hausmann, Stadtverordneter