18.04.2017
Dr. Elvira Strauß
Erschienen in: Erkner–ungefiltert (Erkner, Brandenburg)

Alt werden in Erkner

Erkner

Statistik und Straßenbild der Stadt zeigen es, die Bevölkerung Erkners wird älter. Nach einer Pause von zehn Jahren fand am 30. März 2017 eine Seniorenfachtagung unter dem Motto „Alt werden in Erkner“ statt. Für die Organisation zeichneten der Seniorenbeirat, die Gleichstellungsbeauftragte und die Verwaltung der Stadt verantwortlich. Im Bürgersaal des Rathauses versammelten sich etwa 70 Menschen aus Erkner und Umgebung, die an der Arbeit mit Senioren interessiert sind.

Die besprochenen Themen reichten von der Wirksamkeit eines Notrufsystems über die Tätigkeit des Pflegestützpunktes bis zu Fragen, wie wir im Alter wohnen. Kultur- und Sportmöglichkeiten für Senioren in der Stadt wurden aufgezeigt. Das Mitglied des Erkneraner Seniorenbeirates, Dietrich Weber, zeigte in einem Dia-Vortrag die aus seiner Sicht ungenügende Zahl von Bänken an verschiedenen Orten der Stadt, was Andrea Pohl (DIE LINKE) bereits vor zwei Jahren feststellte. Kritische Töne kamen auch von Siegfried Unger, dem Vorstand der Gesellschaft für Arbeit und Soziales (GefAS), der die zunehmende Altersarmut ansprach.

Mein Fazit als Vorsitzende des Sozialausschusses: Bis zum nächsten Seniorenfachtag dürfen nicht wieder Jahre vergehen. Alle ein bis zwei Jahre sollten die Probleme der Senioren beraten werden, denn in einer alternden Stadt spielen die entsprechende Stadtentwicklung, die Zusammenarbeit von Jung und Alt sowie die soziale Gerechtigkeit bei der Teilhabe am städtischen Leben eine entscheidende Rolle. Stadt­teilarbeit und Weiterentwicklung des Sozial­tickets sollen dabei helfen.

Dr. Elvira Strauß, Vorsitzende der Franktion DIE LINKE