29.04.2017
Marika Tändler-Walenta
Erschienen in: Mittelsächsische LinksWorte (Mittelsachsen, Sachsen)

Modellprojekte in sozialen Brennpunkten Döbeln

Bereits in einer vergangenen Ausgabe der Linksworte informierte ich darüber, dass wir als Kreisverband als ein Modellprojekt in sozialen Brennpunkten ausgewählt wurden. Dazu fand nun ein erster Austausch mit einem Vertreter aus der Bundesgeschäftsstelle statt. Anwesende waren: Falk Neubert – Landtagsabgeordneter und Kreisvorsitzender, Kerstin Saupe – Ortsvorsitzende Döbeln, Jana Rathke – OV Döbeln und Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Hella Kutzke – OV Döbeln, Rolf Zelsmann –OV Döbeln, Judith Schilling – Geschäftsführerin Treibhaus Döbeln e.V. und Marika Tändler-Walenta – Mitglied im Parteivorstand und stellv. Kreisvorsitzende. Als Gast konnten wir Christoph Kröpl aus der Bundesgeschäftsstelle Berlin - Bereich Kampagnen und Parteientwicklung begrüßen.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, informierte Marika Tändler-Walenta über den bisherigen Verlauf. Insgesamt hatten sich 16 Kreisverbände für eines der vier Modellprojekte beworben. Die Stadt Döbeln ist dabei das einzige Modellprojekt im Osten und im ländlichen Raum. Weitere Modellprojekte sollen in Stadtteilen von Hamburg, Berlin und Flensburg durchgeführt werden. Wir freuen uns sehr dieses Projekt als Teil der ‚Offensive des Zuhörens‘ bei uns im Kreisverband durchführen zu können.

Anschließend ging Christoph Kröpl auf verschiedene Fragestellungen und auch mögliche Problemfelder ein. Bereits in der Vorstellungsrunde wurde deutlich, dass wir im Kreisverband wesentliche Probleme bei der Altersstruktur der Mitglieder, als auch bei der Gewinnung neuer Parteimitglieder haben. Es wurden verschiedene theoretische Hintergründe von Organisierungsmodellen (‚community organizing‘) beschrieben und mit wissenschaftlichen Ergebnissen in Verbindung gebracht. Das Projekt zielt drauf ab, nicht Politik stellvertretend für Menschen zu gestalten, sondern mit ihnen gemeinsam. Das Modellprojekt in sozialen Brennpunkten anzusiedeln hat den Grund, dass Menschen dort eher direkt angesprochen werden wollen.

Abschließend wurden die nächsten Schritte beschrieben. Im Rahmen der Qualifizierungsphase wird zeitnah ein Seminar angeboten, bei dem wir über verschiedene Methoden der Ansprache informiert werden. Dieses Seminar scheint nicht nur vor dem Hintergrund des Modellprojektes sinnvoll, sondern ist für alle Genossinnen und Genossen, die z.B. aktiv im Wahlkampf unterwegs sein werden, sinnvoll. Zentrale Felder dabei sind: Wie stellt man fragen und wie bindet man die Menschen ein?

Zum Abschluss haben wir Marika Tändler-Walenta als Koordinatorin bestimmt und vereinbart, möglichst noch im Mai das erste Seminar in Döbeln anzubieten.

Am Freitag, dem 07. April besuchte unser Bundestagskandidat und Kreisvorsitzender Falk Neubert gemeinsam mit der stellv. Kreisvorsitzenden Marika Tändler-Walenta das Jugendhaus in Roßwein, um sich über den gegenwärtigen Stand der Baumaßnahmen zu informieren und gleichzeitig einen Spendenscheck der Landtagsfraktion in Höhe von 300€ zu übergeben.

Das Jugendhaus kämpft seit ca. 2 Jahren aufgrund von Brandschutzbestimmung, welche durch das hiesige Landratsamt auferlegt wurden, um seine Existenz. Dies wurde auch im Gespräch mit den Vorstandsmitgliedern Isabel Spickenreuther und Karoline Kempe deutlich. Durch die Brandschutzauflagen ist der große Konzertsaal gesperrt, was mit fehlenden Einnahmen verbunden ist. Der erste Bauabschnitt im Konzertsaal soll aus Eigenmitteln realisiert werden. Ziel ist es, im Herbst die ersten Veranstaltungen durchführen zu können. Weitere Bauabschnitte in der 1. Etage und die Verschiebung der Skater Rampe für die Gewährleistung einer Feuerwehrzufahrt stehen anschließend an.

Zusammengefasst braucht das Jugendhaus zum einen viele ehrenamtliche Helfer*innen aber auch Spenden und zukünftige Einnahmen.

Falk Neubert, MdL und Kreisvorsitzender der Linken dazu:

„Unsere Fraktion hat einen Spendenfonds für soziale Projekte. Davon soll nun auch das Roßweiner Jugendhaus etwas profitieren“.

Marika Tändler-Walenta, stellv. Kreisvorsitzende der Linken, war selbst im Jugendhaus im Vorstand bevor sie zum Studium ging:

„Unsere Anerkennung gilt natürlich den vielen Ehrenamtlichen und Engagierten, die oftmals ihre gesamte Freizeit für das Jugendhaus opfern. Wir als Linke Mittelsachsen möchten dabei immer Ansprechpartner für die freiwilligen Helfer*innen vor Ort sein.“

Hinweis

Die gesamte Januar-Ausgabe der LinksWorte ist

unter www.linksworte-mittelsachsen.de/ausgaben/116.pdf zu finden. Frühere Ausgaben sind archiviert unter

www.linksworte-mittelsachsen.de/archiv.html .