30.09.2016
Jakob Migenda
Erschienen in: Erkner–ungefiltert (Erkner, Brandenburg)

Hinterzimmerpolitik auch beim Sponsoring der Wohnungsgesellschaft

Warum kann das Sponsoring nicht öffentlich gemacht werden?

Erkner

SPD und CDU behaupten gerne, dass wir nur meckern würden. In der letzten Sitzung war es beim Geschäftsbericht der Wohnungsgesellschaft Erkner (WGE) wieder so weit. Dabei machten wir auch diesmal nichts schlecht. Im Verhältnis zu anderen Orten sind die Mieten und Wohnbedingungen ziemlich gut. Das wollen wir auch anerkennen.

Als wir dann aber doch ein wenig Kritik hatten, schossen die Beleidigungen und Unterstellungen wieder los. Was haben wir in ihren Augen falsch gemacht? Ganz einfach: Wir wollten lediglich Transparenz darüber haben, welche Vereine die WGE durch Sponsoring fördert.

Die WGE ist ein Unternehmen der Stadt Erkner – also von uns allen – und erzielt ihre Einnahmen zum aller größten Teil durch die Miete, also auch von vielen von uns. Was uns allen gehört, wollen wir demokratisch kontrollieren und auch die Einwohnerinnen und Einwohner sollen wissen, wohin das Geld geht. Alles andere ist Hinterzimmerpolitik.

SPD und CDU behaupten, es wäre nicht intransparent, wir sollten doch unser Mitglied im Aufsichtsrat fragen. Die Aufsichtsratsmirglieder jedoch zur Verschwiegenheit verpflichtet. Transparenz muss auf anderem Wege sichergestellt werden.

Noch dreister wurde die CDU: Sie fragte, warum wir es denn wissen wollten, welchem Verein wollen wir schaden oder welchem mehr Geld geben? Wir wollen keinem Verein schaden, wir wollen Demokratie und Transparenz in der Vereinsförderung statt Geheimhaltungspolitik.

Jakow Migenda

Jakob Migenda,
Mitglied der Fraktion DIE LINKE