28.03.2017
Thomas Braune
Erschienen in: Marzahn-Hellersdorf links (DIE LINKE. Berlin, Berlin, Berlin)

Zur Person: Felix Blank

Bürgerdeputierter für die BVV-Linksfraktion

Felix Blank
Marzahn-Hellersdorf
  • Felix, wie kommt man als junger Mensch dazu, für die Linksfraktion im Ausschuss für Kultur und Weiterbildung zu sitzen?

Im Zuge der Wahlen fürs Berliner Abgeordnetenhaus unterstützte ich DIE LINKE im Wahlkampf. Aufgrund meines hohen Interesses und Engagements für verschiedene kulturelle Bereiche kam es so zur Zusammenarbeit mit der Partei.

  • Was machst du, wenn du nicht gerade im Ausschuss sitzt?

Ich bin Student. Nach drei Semestern in der Lebensmitteltechnologie habe ich meinen Weg in den Sozialwissenschaften gesucht und bin bei Wirtschaftskommunikation gelandet. Ich bin für verschiedenste Tätigkeitsfelder offen, hoffe aber, später im Kulturbereich zu arbeiten. Deshalb interessiert mich der Kulturausschuss auch am meisten. Schließlich gehört zu diesem Studium nicht nur Marketing, sondern auch kommunikative Bereiche – Medien, Politik und Kultur. Etwas im Produktions-/Redaktionsbereich würde ich mir wünschen.

  • Welche Funktion hat ein Bürgerdeputierter in den Ausschüssen, und wie kann man sich die Mitarbeit vorstellen?

Bürgerdeputierte haben im Ausschuss Stimm- und Mitspracherecht wie jedes andere Mitglied eines Ausschusses. Man verfolgt verschiedenste Perspektiven von Kultur- und Bildungseinrichtungen, um deren Lage zu ermitteln und schlussendlich bestmöglich zu unterstützen. Dabei vertritt man einerseits eine der vielen Stimmen außerhalb des Politikbusiness, arbeitet aber auch mit der Partei zusammen, um politische Projekte auf den Weg zu bringen.

  • Welche kulturpolitischen Themen liegen dir – bezogen auf Marzahn-Hellersdorf – besonders am Herzen?

Besonders liegen mir Bildungseinrichtungen, ob Volkshochschule oder Musikschule, am Herzen. Wichtig ist, dass es auch in Marzahn-Hellersdorf ein breites, qualitativ hochwertiges Bildungsangebot gibt. Dies sollte nach bestem Gewissen unterstützt und gefördert werden. Generell habe ich ein großes Interesse am Erhalt und der Förderung von Kultureinrichtungen in Marzahn-Hellersdorf. Ich wünsche mir einen bunten Bezirk, in dem es vielfältige Angebote zur Steigerung der Lebensqualität gibt und der anziehend wirkt.

  • Worum sollte sich LINKE Kulturpolitik insbesondere im Hinblick auf die Interessen junger Menschen im Bezirk kümmern?

Gerade im Hinblick auf die jungen Menschen im Bezirk sollte die kulturelle Förderung weiter ausgebaut werden. Das fängt mit der landesweiten Forderung nach 20 % Prozent Festanstellungen bei Musikschulen, einer Angleichung von Gehältern im öffentlichen Kultur- und Bildungsbereich und dem Erhalt von Kultureinrichtungen an. Jungen Menschen, die oft finanziell abhängig sind, sollte ein Zugang zu Kultur ermöglicht werden, der nicht durch hohe Eintrittspreise abschreckt.

Das Gespräch führte Thomas Braune.