27.03.2017
Kerstin Ufer
Erschienen in: Mittelsächsische LinksWorte (Mittelsachsen, Sachsen)

Der zweite Sonntag im September – ehren, gedenken, mahnen

Der zweite Sonntag im September – ehren, gedenken, mahnen

Seit 2014 wird am zweiten Sonntag im September nach einem Beschluss des Sächsischen Landtages der „Sächsische Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Zwangsumsiedlung“ begangen. Um diesen Menschen, aber auch den Millionen Opfern des faschistischen Terrors zu gedenken, hatten die Genossinnen und Genossen des linken Stadtverbandes Rochlitz/Lunzenau MdL Dr. Jana Pinka eingeladen, im Lunzenauer Heinrich-Heine-Park am Gedenkstein für die Opfer des Faschismus eine kleine Rede zu halten und gemeinsam Blumen niederzulegen. Der Rochlitzer Stadtverbandsvorsitzende Robert Sobolewski erinnerte zunächst an die vielen Millionen Opfer des nationalsozialistischen Terrors. Er mahnte zugleich, dass gerade in dieser Zeit alles getan werden muss, um rechtspopulistischen, neofaschistischen und rassistischen Parteien, Gruppierungen und Parolen keine Plattform für ihre menschenverachtende Propaganda zu gewähren.

Dr. Jana Pinka erinnerte daran, dass Hitler-Deutschland vor 77 Jahren den 2. Weltkrieg entfachte, in dessen Folge etwa 14 bis 15 Millionen Deutsche aus Osteuropa sowie Millionen Polen und Russen vertrieben wurden. Sie machte aber vor allem auf das Thema Krieg, Flucht und Vertreibung aufmerksam, das gerade jetzt ernster denn je ist und angesichts weltweiter Kriege und Flüchtlingsströme eine hochaktuelle politische Aufmerksamkeit verdient. „An die Vergangenheit zu erinnern, erfordert auch die Bereitschaft, aus dem Geschehenen zu lernen. Und das heißt ein klares Nein zu Krieg und Rüstungsexporten. Immer und immer wieder.“

Hinweis

Die gesamte Januar-Ausgabe der LinksWorte ist

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